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martedì 25 settembre 2012

Altneu-Synagoge gestern

1. Oktober. Altneu-Synagoge gestern. Kol Nidre. Gedämpftes Börsengemurmel. Im Vorraum Büchse mit der Aufschrift: »Milde Gaben im stillen besänftigen den Unwillen.« Kirchenmäßiges Innere. Drei fromme, offenbar östliche Juden. In Socken. Über das Gebetbuch gebeugt, den Gebetmantel über den Kopf gezogen, möglichst klein geworden. Zwei weinen, nur vom Feiertag gerührt? Einer hat vielleicht nur wehe Augen, an die er das noch gefaltete Sacktuch flüchtig legt, um das Gesicht gleich wieder nahe an den Text zu halten. Nicht eigentlich oder hauptsächlich wird das Wort gesungen, aber hinter dem Wort her werden Arabesken gezogen aus dem haardünn weitergesponnenen Wort. Der kleine Junge, der ohne die geringste Vorstellung des Ganzen und ohne Orientierungsmöglichkeit, den Lärm in den Ohren, sich zwischen den gedrängten Leuten hinschiebt und geschoben wird. Der scheinbare Kommis, der sich beim Beten rasch schüttelt, was nur als Versuch einer möglichst starken, wenn auch vielleicht unverständlichen Betonung jedes Wortes zu verstehen ist, wobei die Stimme geschont wird, die überdies in dem Lärm eine klare große Betonung nicht zustande brächte. Die Familie des Bordellbesitzers. In der Pinkassynagoge war ich unvergleichlich stärker vom Judentum hergenommen.
Im B. Šuha vorvorgestern. Die eine, Jüdin mit schmalem Gesicht, besser: das in ein schmales Kinn verläuft, aber von einer ausgedehnt welligen Frisur ins Breite geschüttelt wird. Die drei kleinen Türen, die aus dem Innern des Gebäudes in den Salon fuhren. Die Gäste wie in einer Wachtstube auf der Bühne. Getränke auf dem Tisch werden ja kaum angerührt. Die Flachgesichtige im eckigen Kleid, das erst tief unten in einem Saum sich zu bewegen anfängt. Einige hier angezogen wie die Marionetten für Kindertheater, wie man sie auf dem Christmarkt verkauft, das heißt mit Rüschen und Gold beklebt und lose benäht, so daß man sie mit einem Zug abtrennen kann und daß sie einem dann in den Fingern zerfallen. Die Wirtin mit dem mattblonden, aber zweifellos ekelhaften Unterlagen straff gezogenen Haar, mit der scharf niedergehenden Nase, deren Richtung in irgendeiner geometrischen Beziehung zu den hängenden Brüsten und dem steifgehaltenen Bauch steht, klagt über Kopfschmerzen, die dadurch verursacht sind, daß heute, Samstag, ein so großer Rummel und nichts daran ist.
Zu Kubin: Die Geschichte von Hamsun ist verdächtig. Solche Geschichten könnte man aus seinen Werken zu Tausenden als erlebt erzählen.
Zu Goethe: »Erregte Ideen« sind bloß die Ideen, die der Rheinfall erregt. Man sieht das aus einem Brief an Schiller. – Die vereinzelte Augenblicksbeobachtung »Kastagnettenrhythmus der Kinder in Holzschuhen« hat eine solche Wirkung gemacht, ist so allgemein angenommen, daß es undenkbar ist, daß jemand, wenn er auch diese Bemerkung niemals gelesen hätte, diese Beobachtung als eigene Originalidee fühlen könnte.

Kafka, Tagebücher, 1. Oktober 1911


1° ottobre. Sinagoga Staronová, ieri. Kol Nidré. Attenuato vocio da borsa. Nell'antisala, bossolo per la questua con la scritta: »Modeste offerte in silenzio placano l'indignazione.« Interno similchiesa. Tre ebrei devoti, evidentemente orientali. In calze. Chini sul libro delle preghiere, lo scialle per la preghiera tirato sulla testa, rimpicciolitisi al massimo. Due piangono, commossi solo dal giorno di festa? Uno ha forse solo gli occhi doloranti, su cui si passa velocemente il fazzoletto senza spiegarlo, per poi riavvicinare subito il viso al testo. La parola non è in realtà cantata, o almeno non principalmente, ma dopo la parola si traggono arabeschi dalla parola filata di continuo, della finezza di un capello. Il ragazzo che, senza la minima idea dell'insieme e senza possibilità di orientarsi, con il rumore nelle orecchie che si ritrova, si infila tra la folla gremita ed è spinto a destra e a sinistra. Quello che sembra un commesso, che pregando si agita molto, il che va inteso solo come un tentativo di accentuare il più possibile, per quanto forse in modo incomprensibile, l'intonazione di ogni parola, risparmiando la voce, che fra l'altro in quel rumore non ce la farebbe mai a raggiungere una chiara e forte intonazione. La famiglia del proprietario del bordello. Nella sinagoga Pinkas ero preso dall'ebraismo in modo incomparabilmente più forte.
Nel b. (bordello, ndt) Šuha, due giorni fa. Una, ebrea dal viso sottile o, meglio, che finisce con un mento sottile, per quanto scosso da una larga pettinatura ad onde, che lo allarga. Le tre piccole porte, che dall'interno dell'edificio danno nel salone. Gli ospiti come in un corpo di guardia sul palcoscenico. Delle bevande sul tavolo vengono a malapena toccate. Quella dal viso piatto nell'abito squadrato, che si comincia a muovere appena in fondo, all'altezza dell'orlo. Alcune, qui, vestite come le marionette per il teatro per bambini, come quelle che si comprano al mercatino di Natale, cioè con attaccati froufrous e oro, cuciti con qualche punto appena, in modo da poterli togliere, tirandoli, e da disfarli tra le dita. La tenutaria dai capelli biondo opaco, ma senza dubbio ributtanti, tirati su, appiccicati, con il naso decisamente pendente in giù, la cui direzione si trova in un qualche rapporto geometrico con i seni penduli e con la pancia tirata, si lamenta per i dolori alla testa causati dal fatto che oggi, sabato, c'è tanto casino ma non se ne cava niente.
Per quanto riguarda Kubin: la storia di Hamsun è sospetta. Di tali storie se ne potrebbero raccontare a migliaia, dalle sue opere, come se fossero vissute.
Per quanto riguarda Goethe: »Idee agitate« sono solo le idee che la cascata del Reno agita. Lo si vede da una lettera a Schiller. – L'isolata osservazione dell'attimo »ritmo di nacchere dei bambini con gli zoccoli« ha sortito un tale effetto, è diventata così generale, che è inconcepibile che qualcuno, anche se non avesse mai letto questa osservazione, la possa percepire come una propria idea originale.

sabato 22 settembre 2012

Auf Wiedersehen in meinem neunten Gefängnis

Wronke, den 20. Juli 1917.

Sonitschka, mein Liebling, da mein Ableben hier sich doch länger hinzieht, als ich ursprünglich annahm, sollen Sie noch einen letzten Gruß aus Wronke kriegen. Wie konnten Sie denken, ich würde Ihnen keine Briefe mehr schreiben! In meiner Gesinnung Ihnen gegenüber hat sich nichts geändert, konnte sich nichts ändern. Ich schrieb nicht, weil ich Sie seit der Abreise von Ebenhausen im Trubel von tausenderlei Dingen wußte, zum Teil wohl auch, weil ich vorübergehend nicht in Stimmung war.
Daß es mit mir nach Breslau geht, wissen Sie wohl schon. Hier habe ich heute früh von meinem Gärtlein Abschied genommen. Das Wetter ist grau, stürmisch und regnerisch, am Himmel jagen zerfetzte Wolken, und doch habe ich meinen üblichen Frühspaziergang heute in vollen Zügen genossen. Ich nahm Abschied von dem gepflasterten, schmalen Weg an der Mauer entlang, auf dem ich nun fast neun Monate hin- und hergelaufen bin, in dem ich nun schon jeden Stein und jedes Unkräutlein, das zwischen den Steinen wächst, genau kenne. An den Pflastersteinen interessieren mich die bunten Farben: rötlich, bläulich, grün, grau. Namentlich in dem langen Winter, der so sehr auf ein bißchen lebendiges Grün warten ließ, haben meine farbenhungrigen Augen sich an den Steinen ein wenig Buntheit und Anregung zu schaffen gesucht. Und jetzt im Sommer erst, da gab es zwischen den Steinen so viel Eigenartiges und Interessantes zu sehen! Hier hausen nämlich massenhaft wilde Bienen und Wespen. Sie bohren zwischen den Steinen nußgroße, runde Löcher und weiter tiefe Gänge hinein, schaffen dabei die Erde von innen an die Oberfläche und schichten sie zu ganz hübschen Häuflein auf. Drinnen legen sie ihre Eier und arbeiten Wachs und wilden Honig; es ist ein beständiges Hineinschlüpfen und Herausfliegen und ich mußte beim Spazierengehen sehr aufpassen, um die unterirdischen Wohnungen nicht zu verschütten. Dann ziehen an mehreren Stellen die Ameisen quer über den Weg gerade ihre Pfade, auf denen sie beständig hin- und herlaufen, so auffallend gradlinig, wie wenn sie den mathematischen Satz im Leibe hätten, daß die gerade Linie die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist (was zum Beispiel primitiven Völkern völlig unbekannt ist). Dann wuchert das üppigste Unkraut an der Mauer; die einen Pflänzlein schon verblüht und in Flocken zerflatternd, die anderen unermüdlich weiter knospend. Dann gibt es eine ganze Generation junger Bäumchen, die in diesem Frühjahr, unter meinen Augen, auf der Erde mitten am Weg oder an der Mauer emporgesprossen sind; eine kleine Akazie, offenbar von einer heruntergefallenen Schote des alten Baumes heuer aufgekeimt. Mehrere kleine Silberpappeln, gleichfalls erst seit Mai auf der Welt, aber schon im üppigen Schmuck weißgrüner Blätter, die sie im Sturme zierlich wiegen, ganz wie die alten. Wievielmal habe ich ihren Weg durchmessen, wie Verschiedenes dabei innerlich erlebt und gedacht! Im strengen Winter, nach frischem Schneefall, habe ich oft erst mit meinen Füßen mir einen Pfad gebahnt, dabei begleitet von meiner geliebten, kleinen Kohlmeise, die ich im Herbst wiederzusehen hoffte und die mich nicht mehr finden wird, wenn sie an den bekannten Futterplatz am Fenster kommt. Im März, als wir mitten unter hartem Frost ein paar Tage Tauwetter kriegten, verwandelte sich mein Weg in ein Flüßchen. Ich weiß noch, wie unter dem lauen Wind sich auf der Wasserfläche kleine Wellchen kräuselten, und die Backsteine der Mauer sich darauf lebhaft und blank spiegelten. Dann kam endlich der Mai und das erste Veilchen an der Mauer, das ich Ihnen schickte.
Wie ich so heute hinüber wanderte, betrachtete und sann, summte mir im Kopf immerzu der Vers von Goethe:
»Merlin der Alte im leuchtenden Grabe
wo ich als Jüngling gesprochen ihn habe ...«
Sie kennen das ja weiter. Das Gedicht stand natürlich in gar keinem Zusammenhang mit meiner Stimmung und dem, was mich innerlich beschäftigte. Es war nur die Musik der Worte und der seltsame Zauber des Gedichtes, was mich in Ruhe wiegte. Ich weiß selbst nicht, woher es kommt, daß ein schönes Gedicht, besonders Goethe, bei jeder starken Erregung oder Erschütterung auf mich so tief einwirkt. Es ist schon fast eine physiologische Wirkung, als wenn ich ein köstliches Getränk mit durstenden Lippen schlürfte, das mich innerlich kühlt und Leib und Seele gesund macht. Das Gedicht aus dem westöstlichen Divan, das Sie in Ihrem letzten Brief erwähnen, kenne ich nicht; schreiben Sie es mir bitte ab. Und noch eins möchte ich seit langem haben, das in meinem hiesigen Goethebändchen fehlt, »Blumengruß«. Das ist ein kleines Gedichtlein von vier bis sechs Zeilen, ich kenne es aus einem Wolffschen Lied, das unbeschreiblich schön ist. Namentlich der Schlußvers, etwa so:
»Ich habe sie gepflücket
In heißer Sehnsuchtsqual,
Ich habe sie ans Herz gedrücket,
Ach, wohl eintausendmal!«
Das klingt in der Musik so heilig, zart und keusch, wie ein Niederknien in stummer Anbetung. Aber ich weiß den Text nicht mehr und möchte ihn haben.
Gestern abend, so um neun, habe ich noch ein herrliches Schauspiel gehabt. Ich bemerkte von meinem Sofa aus in der Fensterscheibe den leuchtenden Reflex einer Rosafarbe, die mich überraschte, da der Himmel ganz grau war. Ich lief zum Fenster und blieb wie gebannt stehen. Auf dem völlig grauen Einerlei des Himmels türmte sich im Osten eine große Wolke von so überirdisch schöner rosa Farbe, so allein für sich losgelöst von allem, daß sie wie ein Lächeln aussah, wie ein Gruß aus unbekannter Ferne. Ich atmete wie befreit auf und streckte unwillkürlich beide Hände dem zauberhaften Bild entgegen. Wenn es solche Farben, solche Formen gibt, dann ist das Leben schön und lebenswert, nicht wahr? Ich sog mich mit den Blicken fest an das leuchtende Bild und verschlang jeden rosigen Strahl aus ihm, bis ich plötzlich selbst über mich auflachen mußte. Herr Gott, der Himmel und die Wolken und die ganze Schönheit des Lebens bleiben doch nicht in Wronke, daß ich von ihnen Abschied zu nehmen brauchte; nein, sie gehen mit mir fort und bleiben mit mir, wo ich auch bin und so lange ich lebe.
Bald berichte ich Ihnen von Breslau, besuchen Sie mich dort, sobald Sie können. Grüßen Sie herzlich Karl.
Ich umarme Sie vielmals. Auf Wiedersehen in meinem neunten Gefängnis.
Ihre treue
Rosa.



Wronke, 20 luglio 1917

Sonitschka, tesoro mio, siccome la mia non vita qui si protrae più di quanto inizialmente immaginassi, deve ricevere ancora un ultimo saluto da Wronke. Come ha potuto mai pensare che non Le avrei più scritto delle lettere! I miei sentimenti nei Suoi confronti non sono cambiati di una virgola, non sono potuti cambiare. Non ho scritto solo perché, fin dalla Sua partenza da Ebenhausen, La sapevo presa da mille faccende, ed in parte anche perché non ero al momento nella giusta disposizione d'animo.
Certamente saprà che mi trasferiscono a Breslau. Qui stamattina ho detto addio al mio giardinetto. Il tempo è grigio, tempestoso e piovoso, nel cielo si rincorrono spezzoni di nuvole, ma ho approfittato lo stesso fino in fondo della mia consueta passeggiata mattutina. Ho anche detto addio allo stretto sentiero selciato che si snoda a fianco del muro, su cui ho passeggiato avanti ed indietro quasi nove mesi e di cui ormai conosco con precisione ogni pietra ed ogni piccola erbaccia che cresce tra le pietre. Delle pietre del selciato mi interessa la varietà dei colori: rossicci, bluetti, verdi, grigi. Specie nel lungo inverno, che ha fatto agognare così tanto un po' di vitale verde, i miei occhi affamati di colori hanno cercato di inventare un po' di varietà cromatiche e stimoli osservando le pietre. E appena ora, in estate, tra quelle pietre si sono rivelate ai miei occhi cose così singolari ed interessanti! Vi abitano infatti colonie di api selvatiche e vespe. Ricavano tra le pietre fori rotondi, grandi come noci e, a partire da questi, profonde gallerie; risalgono poi dal fondo della terra alla superficie e creano, strato dopo strato, dei graziosi mucchietti di terra. Dentro vi depongono le uova e lavorano cera e miele selvatico; è tutto un continuo infilarvisi e volarne via e ho dovuto prestare molta attenzione, camminandovi sopra, per evitare di seppellire le tane sotterranee. Poi, in più punti, il sentiero è attraversato dai percorsi diritti delle formiche, su cui si spostano avanti e indietro senza posa, in modo così vistosamente rettilineo, quasi albergassero nel corpo il teorema matematico secondo cui il percorso più breve tra due punti è quello della retta (cosa che per esempio ai popoli primitivi è del tutto ignota). Poi, lungo il muro, si propagano le erbacce più esuberanti; le une fanno già appassire una piantina e la disintegrano in fiocchi, le altre continuano a sbocciare, instancabili. Poi c'è tutta una generazione di alberelli più giovani, che questa primavera sono spuntati sotto i miei occhi sulla terra, in mezzo al sentiero o lungo il muro; quest'anno germoglia una piccola acacia, evidentemente da un baccello caduto dal vecchio albero. Diversi piccoli pioppi bianchi, poi, anch'essi al mondo appena da maggio, ma già nel rigoglioso ingioiellarsi delle foglie biancoverdi, che al vento librano con grazia, proprio come le vecchie. Quante volte ho misurato con i miei passi tutta la loro estensione, quanti diversi sentimenti ho avvertito e considerato! Nel rigido inverno, appena dopo una nevicata, spesso ho spianato con i miei passi un cammino facendomi accompagnare dalla mia amata piccola cinciallegra, che speravo di rivedere in autunno e che invece non mi troverà più, quando ritornerà alla finestra dove tante volte le ho dato da mangiare. A marzo, quando nel bel mezzo del gelo più rigido abbiamo avuto il sollievo di un paio di giorni più tiepidi, il mio sentiero si è trasformato in un fiumiciattolo. Ricordo ancora come, accarezzata dal vento tiepido, la superficie dell'acqua si increspava in piccole onde, e i mattoni del muro vi si rispecchiavano nitidi e vividi. Poi, alla fine di maggio, è arrivata la prima violetta a fianco del muro, quella che Le ho spedito.
Oggi, camminando laggiù ed osservando, assorta nei miei pensieri, continuavano ad affiorarmi alla mente i versi di Goethe:
»Il vecchio Merlino nella tomba luminosa
dove da ragazzo mi confidai...«
Sa sicuramente come proseguono. La poesia, ovviamente, non aveva niente a che fare con il mio stato d'animo e con ciò che occupava la mia mente. Era solo la musica delle parole e la singolare magia della poesia che mi cullava, tranquillizzandomi. Non so nemmeno io com'è che una bella poesia, specie di Goethe, possa avere un tale profondo effetto in me ogni volta che sono molto agitata o turbata. È quasi un effetto fisiologico, come se sorseggiassi con labbra assetate una deliziosa bevanda in grado di darmi refrigerio e rimettere in salute anima e corpo. La poesia dal Divano occidentale-orientale, cui accenna nella Sua ultima lettera, non la conosco: potrebbe trascrivermela? E ce n'è ancora una che desidererei avere da molto tempo, perché manca, nel volumetto di Goethe che ora ho con me: »Saluto floreale«. È una piccola poesiola con da quattro a sei versi, la conosco da una canzone di Wolf, che è indescrivibilmente bella, in particolare la strofa finale, che fa più o meno così:
»Li ho colti
struggendomi di nostalgia,
Al mio cuore li ho stretti,
Ah, migliaia di volte!«
Nella musica c'è qualcosa che suona di così sacro, delicato e puro, come una genuflessione in una preghiera muta. Ma non me ne ricordo più il testo e vorrei riaverlo.
Ieri sera, verso le nove, ho assistito ancora ad uno spettacolo meraviglioso. Dal divano ho notato, attraverso la finestra, il riflesso luminoso di una sfumatura rosa che mi ha sorpresa, perché il cielo era tutto grigio. Mi sono avvicinata alla finestra e vi sono rimasta incantata. Sul piattume monotono del cielo completamente grigio, si stagliava ad est una nuvola immensa, di un colore così stupendamente soprannaturale, così distante da tutto il resto, da sembrare un sorriso, una specie di saluto da una lontananza ignota. Ho respirato profondamente, come liberata, e ho allungato automaticamente entrambe le mani verso quell'immagine così incantevole. Se esistono colori e forme come quelli, allora la vita è bella e meritevole di essere vissuta, no? Ho aderito con lo sguardo fisso all'immagine luminosa per assorbirne ogni singolo raggio rosa finché, all'improvviso, ho dovuto ridere di me stessa. Dio mio, il cielo e le nuvole e tutta la bellezza della vita non restano mica a Wronke, non dovevo mica congedarmi anche da tutto questo; no, questi proseguono con me e rimarranno con me, ovunque io sia, finché vivrò.
Le scriverò presto da Breslau; venga a visitarmi laggiù, non appena Le riesce. Mi saluti caramente Karl.
Tanti abbracci. Arrivederci nella mia nona prigione.
La Sua fedele
Rosa.

Gliela mandiamo? Gliela mandiamo.

Blumengruß

Der Strauß, den ich gepflücket,
Grüße dich vieltausendmal!
Ich habe mich oft gebücket,
Ach, wohl eintausendmal,
Und ihn ans Herz gedrücket

Wie hunderttausendmal!

J. W. Goethe
Wolfs Lied

Saluto floreale

Il mazzo di fiori che ho colto
ti porga i miei saluti a migliaia e migliaia!
Mi sono spesso chinato,
Ah, senz'altro un migliaio di volte,
E al mio cuore l'ho stretto
Almeno centinaia di migliaia di volte!

giovedì 14 luglio 2011

diese Stelle wollte mit dem Tagebuch nicht stimmen

Riva, Il Porto colla torre Aponale
Stempel (timbro): Riva, 18. September 1913

Heute war ich in Malcesine, wo Goethe das Abenteuer gehabt hat, das Du kennen würdest, wenn Du die »Italienische Reise« gelesen hättest, was Du bald tun sollst. Der Kastellan zeigte mir die Stelle, wo Goethe gezeichnet hat, aber diese Stelle wollte mit dem Tagebuch nicht stimmen und so konnten wir darin nicht einig werden, ebensowenig wie im Italienischen.
Grüße alle!
Franz

Oggi sono stato a Malcesine, dove Goethe ha avuto l'avventura che tu conosceresti se avessi letto Il viaggio in Italia, cosa che devi fare presto. Il castellano mi ha mostrato il posto dove Goethe ha disegnato, ma questo posto non voleva coincidere col diario e così non siamo riusciti a metterci d'accordo, né siamo riusciti a farlo in italiano.
Saluti a tutti!
Franz

mercoledì 13 luglio 2011

me estoy esperando inútilmente

   Imagino al hombre como una ameba que tira seudópodos para alcanzar y envolver su alimento. Hay seudópodos largos y cortos, movimientos, rodeos. Un día eso se fija (lo que llaman la madurez, el hombre hecho y derecho). Por un lado alcanza lejos, por otro no ve una lámpara a dos pasos. Y ya no hay nada que hacer, como dicen los reos, una es favorito de esto o aquello. En esta forma el tipo va viviendo bastante convencido de que no se le escapa nada interesante, hasta que un instantáneo corrimiento a un costado le muestra por un segundo, sin por desgracia darle tiempo a saber qué,
   le muestra su parcelado ser, sus seudópodos irregulares,
   la sospecha de que más allá, donde ahora veo el aire limpio,
   o en esta indecisión, en la encrucijada de la opción,
   yo mismo, en el resto de la realidad que ignoro
   me estoy esperando inútilmente.

   (Suite)
   Individuos como Goethe no debieron abundar en experiencias de este tipo. Por aptitud o decisión (el genio es elegirse genial y acertar) están con los seudópodos tendidos al máximo en todas direcciones. Abarcan con un diámetro uniforme, su límite es su piel proyectada espiritualmente a enorme distancia. No parece que necesiten desear lo que empieza (o continúa) más allá de su enorme esfera. Por eso son clásicos, che.
   A la ameba uso nostro lo desconocido se le acerca por todas partes. Puedo saber mucho o vivir mucho en un sentido dado, pero entonces lo otro se arrima por el lado de mis carencias y me rasca la cabeza con su uña fría. Lo malo es que me rasca cuando no me pica, y a la hora de la comezón –cuando quisiera conocer-, todo lo que me rodea está tan plantado, tan ubicado, tan completo y macizo y etiquetado, que llego a creer que soñaba, que estoy bien así, que me defiendo bastante y que no debo dejarme llevar por la imaginación.

   (Ultima suite)
   Se ha elogiado en exceso la imaginación. La pobre no puede ir un centímetro más allá del límite de los seudópodos. Hacia acá, gran variedad y vivacidad. Pero en el otro espacio, donde sopla el viento cósmico que Rilke sentía pasar sobre su cabeza, Dame Imagination no corre. Ho detto.

Julio Cortazár, Rayuela, 84

   Immagino l'uomo come un'ameba che tira pseudopodi per raggiungere ed avvolgere il proprio alimento. Ci sono pseudopodi lunghi e corti, movimenti, giri. Un giorno egli si fissa (quel che si chiama la maturità, l'uomo bello e fatto). Da un lato arriva lontano, dall'altro non riesce a vedere una lampada a due passi. E non c'è niente da fare, come dicono i colpevoli, uno è favorito di questo o di quello. In questa forma il tizio continua a vivere abbastanza convinto che non gli sfugga niente di interessante, finché un istantaneo slittamento al fianco gli mostra per un secondo, senza dargli disgraziatamente il tempo di sapere perché,
   gli mostra il suo essere a particelle, i suoi pseudopodi irregolari,
   il sospetto che più in là, dove ora vedo l'aria limpida,
   o in questa indecisione, all'incrocio dell'opzione,
   io stesso, nel resto della realtà che ignoro
   mi sto aspettando inutilmente.

   (Suite)
   Individui come Goethe non dovettero abbondare in esperienze di questo tipo. Per attitudine o decisione (il genio è eleggersi geniale e riuscirci) stanno con gli pseudopodi tesi al massimo in ogni direzione. Abbracciano un diametro uniforme, il loro limite è la loro pelle proiettata spiritualmente a distanza siderale. Non sembra che abbiano bisogno di desiderare quello che comincia (o continua) oltre la loro enorme sfera. Per questo sono classici, ecco.
   All'ameba uso nostro, lo sconosciuto si avvicina da tutte le parti. Posso sapere molto o vivere molto in un dato senso, però l'altro si avvicina dalla parte delle mie carenze e mi gratta la testa con la sua unghia fredda. Il problema è che mi gratta quando non mi prude, e all'ora del prurito  – quando vorrei conoscere - tutto quello che mi circonda è così ben piantato, così ben piazzato, così completo e massiccio ed etichettato, che arrivo a credere di aver sognato, di star bene così, di difendermi abbastanza e di non dovermi lasciare andare all'immaginazione.

   (Ultima suite)
   L'immaginazione è stata eccessivamente elogiata. La poverella non può andare un centimetro oltre il limite degli pseudopodi. Al di qua, grande varietà e vivacità. Però nell'altro spazio, dove soffia il vento cosmico che Rilke si sentiva passare sopra la testa, Dame Imagination non corre. Ho detto.

*

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein!
Johann Wolfgang von Goethe, Faust I, 904-940

Il gelo sgombra fiume e rivi
al mite sguardo di primavera
e torna vita: la valle è verde dall'allegra speranza.
Il vecchio inverno, sfinito com'è,
s'è ritirato fra aspre montagne
e di là manda, in fuga, appena
qualche sprazzo impotente di grandine
a strisce, sui prati già rinverditi.
Ma il sole non tollera nulla di bianco:
vuole a ogni cosa dar vita e colore,
tutto si muove a esistere, a salire.
Se bene spogli di fiori, i campi
recano gente vestita a festa.
Vòltati: e giù da questi colli
guarda verso la città:
dall'arcor buio della porte esce
un brulichio multicolore.
Come sono contenti nel sole!
È la festa di Resurrezione.
Perché anche loro sono risorti:
da stanze grame di case basse,
da servitù di mestieri e di traffici,
da pressura di tetti e di cuspidi,
da vicoli fitti di calca,
da chiese solenni di tenebra
tutti sono sospinti alla luce.
Guarda, su. Guarda. Come va in fretta
la folla e si spande per orti e per campi,
come in lungo e in largo sul fiume
filano tanti gai battelli,
e come, carica che quasi affonda,
s'allontana quell'ultima barca.
Fin dai sentieri lontani dei monti
i colori delle vesti brillano.
Odo già il brusio del borgo.
Qui è paradiso vero del popolo,
felici e contenti tutti quanti.
Qui sono uomo. Qui posso esserlo.

Traduzione di Franco Fortini



Atmen, du unsichtbares Gedicht!
Immerfort um das eigne
Sein rein eingetauschter Weltraum. Gegengewicht,
in dem ich mich rhythmisch ereigne.
Einzige Welle, deren
allmähliches Meer ich bin;
sparsamstes du von allen möglichen Meeren, –
Raumgewinn.
Wieviele von diesen Stellen der Räume waren schon
innen in mir. Manche Winde
sind wie mein Sohn.
Erkennst du mich, Luft, du, voll noch einst meiniger Orte?
Du, einmal glatte Rinde,
Rundung und Blatt meiner Worte.

Rainer Maria Rilke, Sonetten an Orpheus, II, I

Respiro, tu invisibile poesia!
Spazio puro del mondo di continuo
scambiato col proprio essere. Contrappeso
in cui accado ritmicamente.
Onda unica di cui
a mano a mano sono il mare;
infinitamente più piccolo di ogni possibile mare, –
spazio conquistato.
Quanti di questi posti negli spazi sono già stati
dentro di me. Alcuni venti
sono come figli miei.
Mi riconosci, aria, tu ancora piena di luoghi un tempo miei?
Tu, una volta liscia scorza,
rotondità e foglio alle mie parole.

domenica 10 luglio 2011

An die Wäsche denke ich manchmal

Weimar, Goethes Gartenhaus, Schlafzimmer
Stempel: Prag - 2. 1. 18
(Weimar, Padiglione di Goethe, camera da letto
Timbro: Praga, 2.1.18)

Liebe Ottla, so etwa wollte ich es hören und es ist gut. Wann ich komme weiß ich noch nicht, der Direktor macht Schwierigkeiten, heute gehe ich zum Professor, vielleicht bin ich wirklich zu gesund und muß die schwere Probe der Kündigung bestehn. Geht es nicht anders, tue ich es. Wegen Oskar werde ich Dir vielleicht wirklich telegraphieren müssen, aber würdest Du dann im Geheimen eine Nacht in Prag bleiben? Ich werde es zu vermeiden suchen. - Die Phantasie von der glücklichen Mutter im Badezimmer hat mein 2ter Brief schon widerlegt. - An die Wäsche denke ich manchmal. Da sie geflickt war, muß sie, wenn sie wieder geflickt wird, in der Zwischenzeit wieder zerrissen worden sein. Kündige ich hier, werde ich auf die Wäsche nochmehr achtgeben müssen als früher. Übrigens - die Prager Zeit habe ich bisher nicht schlecht bestanden, das gibt Hoffnung.
Franz
Grüße Toni und Hr. Hermann


Cara Ottla, volevo proprio sentire qualcosa di simile: bene. Quando vengo non lo so ancora, il direttore pone delle difficoltà, oggi vado dal professore, forse sono veramente troppo sano e devo passare la difficile prova del licenziamento. Non c'è niente da fare, lo faccio. A causa di Oskar ti dovrò forse veramente telegrafare, ma resteresti una notte a Praga in segreto? Cercherò di evitarlo. - La fantasia della mamma felice nel bagno è già stata confutata dalla mia 2a lettera. - Alla biancheria, qualche volta ci penso.  Siccome era rammendata, se viene di nuovo rammendata, nel frattempo deve essere di nuovo strappata. Qui mi ritiro, dovrò badare ancora più di prima alla biancheria. A proposito: finora non ho sopportato male il periodo praghese, fa ben sperare.
Franz
Saluti a Toni e al sig. Hermann

mercoledì 27 aprile 2011

Goethes Gartenhaus

für Sascha Anderson
als ich in goethes gartenhaus war,
stand ewig ein aufseher in der nähe,
starrte gelangweilt in goethes garten
und paßte auf, daß ich nur ja nichts
von goethes sachen anfaßte.
da habe ich noch schnell vor goethes
spiegel eine grimasse geschnitten,
(als der andere wieder aus dem fenster guckte)
bin in goethes garten gegangen
habe mich auf eine gartenbank gesetzt,
die füße auf den steinernen gartentisch gelegt
und während goethes gartenvögel zwitscherten,
habe ich eine geraucht und
das hier aufgeschrieben.

Thomas Kling
Weimar, 4.4.78




per Sascha Anderson
quando sono stato nel padiglione di goethe,
un custode mi stava tutto il tempo vicino,
fissava annoiato nel giardino di goethe
e badava che non toccassi nessuno
degli oggetti di goethe.
allora davanti allo specchio di goethe
ho fatto veloce delle smorfie,
(quando l'altro ha di nuovo sbirciato dalla finestra)
sono andato nel giardino di goethe
mi sono seduto su una panchina da giardino,
ho messo i piedi sul tavolino da giardino in pietra
e mentre gli uccelli da giardino di goethe cinguettavano,
mi sono fumato una sigaretta e
ho scritto questa cosa qua.

venerdì 21 gennaio 2011

Voi ricordate, naturalmente

Voi ricordate, naturalmente, che il 21 gennaio del 1921, a Livorno, nacque il PCd'I.


Quando è stata scattata questa foto avevo due mesi e due giorni. Da adolescente, avrei saputo seguire un'analisi storica delle posizioni di Tasca e Terracini e forse anche scrivere almeno una pagina, con parole semplici, ma abbastanza precise, sulle principali differenze tra Bordiga e Gramsci. Ora non più. Stasera, risfogliando per l'occasione vecchi libri, ho trovato conferma che, come nell'adolescenza, Raskol'nikov non mi fa pensare ad un politico e diplomatico sovietico e mi sono soffermata su parole come: И если мы, относясь ныне к другим средневековым художественным произведениям только как к объекту изучения, к «Божественной комедии» подходим, как к источнику художественного восприятия, то происходит это не потому, что Данте был флорентийским мелким буржуа XIII столетия, а в значительной мере, несмотря на это обстоятельство (*).  E come queste: Вы помните, конечно, «Новое Слово» — лучший из старых легальных марксистских журналов, в котором сотрудничали многие из марксистов старшего поколения, в том числе и Владимир Ильич. Журнал этот, как известно, вел дружбу с декадентами...

- [...] Voi ricordate, naturalmente, il Novoe Slovo, la migliore delle vecchie riviste marxiste legali, al quale collaboravano molti marxisti della vecchia generazione, tra cui anche Vladimir Il'ič. Questa rivista, come noto, aveva fatto amicizia coi decadenti. Come si spiegava la cosa? Col fatto che a quel tempo i decadenti costituivano una corrente giovane e perseguitata della letteratura borghese. Il fatto d'essere perseguitati li spingeva verso il nostro spirito d'opposizione, il quale, naturalmente, aveva tutt'altro carattere. Eppure i decadenti furono nostri contemporanei "compagni di strada". Anche in seguito le riviste marxiste (di quelle semimarxiste non è neppure il caso di parlare), il Prosveščenie compreso, non avevano alcuna rubrica letteraria "monolitica" e riservavano largo spazio ai "compagni di strada". Si poteva essere in questo senso più severi o più condiscendenti, ma una politica monolitica nel campo dell'arte era impossibile per l'assenza degli elementi artistici necessari.
Ma non è questo che Raskol'nikov vuole. Nelle opere d'arte egli ignora proprio ciò che le rende tali. La cosa si è espressa nel modo più chiaro nel suo straordinario giudizio su Dante. La Divina commedia, a suo dire, è preziosa per noi proprio perché permette di capire la psicologia di una classe determinata di un'epoca determinata. Porre così il problema significa cancellare semplicemente la Divina commedia dalla sfera dell'arte. Forse è tempo di farlo, ma allora bisogna capire con chiarezza la sostanza della questione e non avere paura delle conseguenze. Se dico che il significato della Divina commedia è quello di permettermi di capire lo stato d'animo di determinate classi in un'epoca determinata, io la trasformo in un documento storico soltanto, poiché come opera d'arte la Divina commedia deve dire qualcosa ai miei propri sentimenti e stati d'animo.
La Divina commedia può agire su me in modo opprimente, nutrire in me il pessimismo, lo sconforto, o, al contrario, esaltarmi, entusiasmarmi, animarmi... Questo è appunto il rapporto fondamentale tra il lettore e l'opera d'arte. Naturalmente, nulla proibisce al lettore di presentarsi in veste di ricercatore e di trattare la Divina commedia soltanto come un documento storico. È chiaro, tuttavia, che questi due punti di vista si trovano su due piani diversi, che sono sì legati tra loro, ma che non si coprono reciprocamente. In che modo è pensabile un rapporto non storico, ma immediatamente estetico tra noi e quest'opera medievale italiana? La cosa si spiega col fatto che la società di classe, nonostante tutta la sua mutevolezza, ha alcune caratteristiche generali. Le opere d'arte che si sono formate nella città medievale italiana possono quindi comunicare sentimenti anche a noi. Che cosa si richiede perché questo avvenga? Non molto: che questi sentimenti e stati d'animo raggiungano un'espressione così vasta, intensa e possente che li sollevi sopra la limitatezza della vita del tempo. Naturalmente, anche Dante è il prodotto di un determinato ambiente sociale. Ma Dante è un genio. Egli solleva le esperienze interiori della sua epoca ad un'altezza poetica enorme. E se noi, mentre oggi trattiamo le altre opere d'arte medievali soltanto come oggetto di studio, consideriamo invece la Divina commedia come una fonte di percezione poetica, ciò avviene non perché Dante fu un piccolo-borghese fiorentino del XIII secolo, ma in notevole misura nonostante questa circostanza (*). Prendiamo, ad esempio, un sentimento fisiologico elementare come la paura della morte. Questo sentimento è proprio non solo agli uomini, ma anche agli animali. Negli uomini esso ha trovato un'espressione dapprima semplicemente articolata, e poi anche poetica. Nelle varie epoche, nei vari ambienti sociali questa espressione è mutata, cioè gli uomini hanno temuto la morte in vario modo. Eppure, ciò che a questo proposito è scritto non soltanto in Shakespeare, in Byron, in Goethe, ma anche nel salmista è capace di comunicarci sentimenti.

- (Esclamazione del compagno Libedinskij).

- Sì, sì, sono entrato proprio nel momento in cui lei, compagno Libedinskij, stava spiegando al compagno Voronskij nei termini dell'abbicì politico (è lei che si è espresso così) che i sentimenti e gli stati d'animo delle varie classi sono mutevoli. In questa forma generale la cosa è indubbia. Non vorrà negare, però, che Shakespeare e Byron dicono qualcosa alla nostra anima.

Libedinskij - Ancora per poco.

- Se per poco non so, ma è indubbio che verrà un'epoca in cui gli uomini considereranno le opere di Shakespeare e di Byron come noi consideriamo i poeti medievali, cioè esclusivamente dal punto di vista dell'analisi storico-scientifica. Ancora prima, però, verrà il tempo in cui gli uomini cesseranno di cercare nel Capitale di Marx ammaestramenti per la loro attività pratica e il Capitale non sarà che un documento storico, come il programma del nostro partito. Ma adesso noi non ci proponiamo di mettere in archivio Shakespeare, Byron e Puškin, e continueremo a raccomandarne la lettura agli operai. Il compagno Sosnovskij, ad esempio, raccomanda intensamente Puškin, dichiarando che una cinquantina d'anni può senz'altro durare. Non parliamo delle scadenze. Vediamo, invece, in che senso possiamo raccomandare Puškin a un operaio. In Puškin non c'è un punto di vista proletario di classe, e tanto meno c'è un'espressione monolitica di stati d'animo comunisti. Naturalmente, la lingua di Puškin è magnifica, ma questa lingua gli serve per esprimere una visione aristocratica del mondo. Andremo a dire all'operaio:  leggi Puškin per capire come un nobile proprietario di servi della gleba e gentiluomo di camera accoglieva la primavera e si accomiatava dall'autunno? Naturalmente, in Puškin c'è anche questo elemento, poiché Puškin è cresciuto su una radice sociale determinata. Ma l'espressione, che Puškin dava ai suoi stati d'animo, è così satura di un'esperienza poetica o, in generale, psicologica di secoli, è così universalizzata che è durata fino ai nostri tempi e, secondo le parole del compagno Sosnovskij, durerà ancora una cinquantina d'anni. E quando mi dicono che il significato poetico di Dante per noi è determinato dal fatto che egli esprime il modo di vita di una determinata epoca, non si può che restare perplessi. Sono convinto che molti come me, leggendo Dante, dovrebbero sforzare assai la memoria per ricordare il tempo e il luogo della sua nascita, eppure questo non impedirebbe di ricevere un piacere estetico, se non da tutta la Commedia, almeno da alcune sue parti. Poiché non sono uno storico della cultura medievale, il mio rapporto con Dante è principalmente poetico.

Rjazanov - È un'esagerazione. "Leggere Dante è come bagnarsi in un mare", disse contro Belinskij Ševyrëv, il quale pure era contro la storia.

- Non dubito che Ševyrëv abbia detto veramente così, come afferma il compagno Rjazanov, ma io non sono contro la storia: questo è ingiusto. Naturalmente, il punto di vista storico su Dante è legittimo e necessario e influisce sul nostro rapporto estetico con lui, ma non si può sostituire l'uno con l'altro. Ricordo quello che a questo proposito Kareev scrisse in polemica coi marxisti: che i marxidi (così egli allora appellava ironicamente i marxisti) ci mostrino in che modo gli interessi di classe hanno dettato la Divina commedia. E, d'altro lato, un marxista italiano, il vecchio Antonio Labriola, scrisse all'incirca così: "Cercare di interpretare il testo della Divina commedia coi conti delle pezze di panno, che gli astuti mercanti fiorentini spedivano ai loro committenti, è cosa che possono fare dei semplicioni soltanto". Ricordo questa frase quasi letteralmente perché in polemica coi soggettivisti m'è toccato citare più volte queste righe negli anni andati. Credo che il compagno Raskol'nikov consideri non con un criterio marxista, ma col criterio del defunto Šuljatikov, che in questo campo era la caricatura del marxismo. Contro questa caricatura ha detto la sua parola forte Antonio Labriola. [...]

Intervento pronunciato da Lev Trotsky nella riunione sulla letteratura indetta nel maggio del 1924 dalla Sezione Stampa del CC del PCR, tratto da Letteratura e rivoluzione, a cura di Vittorio Strada, Einaudi, 1973 e ripubblicato in Lev Trotsky, Scritti sull'Italia, Erre emme, 1990

domenica 15 agosto 2010

Mani

La tenda

Vardavo la mia man
co' la pipa. E drio, averta,
una porta vedevo;
la tenda tra erta e erta.

Su malte, su saliso
e un pal storto, la bava
de contìnuo averzeva
la tenda e la serava.

E go vardà vardà
quel che passava drento
quel quadrato de strada,
drio la tenda ch'el vento

de siroco moveva,
viva. Oh! Tuto quel
che più me ga piasesto
al mondo, tuto quel

che go 'vudo de caro
vivendo, xe passà
par quel sbriso canton
perso ne la zità.

Virgilio Giotti, Colori, Einaudi, 1997

Guardavo la mia mano
con la pipa. E dietro, aperta,
una porta vedevo;
la tenda tra erta e erta.

Su malte, su selciato
e un palo storto, il venticello
di continuo apriva
la tenda e la chiudeva.

E ho guardato e guardato
quello che passava dentro
quel quadrato di strada,
dietro la tenda che il vento

di scirocco muoveva,
viva. Oh! Tutto quello
che più mi è piaciuto
al mondo, tutto quello

che ho avuto di caro
vivendo, è passato
per quel consunto angolo
perso nella città.


So vergeht mir der regnerische, stille Sonntag, ich sitze im Schlafzimmer und habe Ruhe aber statt mich zum Schreiben zu entschließen, in das ich z. B. vorgestern mich hätte ergießen wollen mit allem was ich bin, habe ich jetzt eine ganze Weile lang meine Finger angestarrt. Ich glaube diese Woche ganz und gar von Goethe beeinflußt gewesen zu sein, die Kraft dieses Einflusses eben erschöpft zu haben und daher nutzlos geworden zu sein.

Franz Kafka, Tagebuch, 7. Januar 1912, Sonntag

Così mi passa la domenica piovosa e calma, sto seduto nella mia camera da letto e sto in pace, ma invece di decidermi di mettermi a scrivere, attività in cui per es. avrei voluto immergermi l’altro ieri con tutto ciò che sono, ho fissato ora a lungo le mie dita. Credo di essere stato questa settimana completamente influenzato da Goethe, di avere esaurito appunto la forza di questo influsso e di essere quindi diventato inutile.

Franz Kafka, Diario, 7 gennaio 1912, domenica

“Así me va el domingo apacible – escribe Kafka -, así me va el domingo lluvioso. Estoy sentado en el dormitorio y dispongo de silencio, pero en lugar de decidirme a escribir, actividad en la que anteayer, por ejemplo, hubiese querido volcarme con todo lo que soy, me he quedado ahora largo rato mirando fijamente mis dedos. Creo che esta semana he estado influido totalmente por Goethe, creo que acabo de agotar el vigor de dicho influjo y que por ello me he vuelto inútil.”

Enrique Vila-Matas, Bartleby y compañía, Anagrama


Sólo estoy seguro de una cosa con respecto a la poesía de Nicanor Parra en este nuevo siglo: pervivirá. Esto, por supuesto, significa muy poco y Parra es el primero en saberlo. No obstante, pervivirá, junto con la poesía de Borges, de Vallejo, de Cernuda y algunos otros. Pero esto, es necesario decirlo, no importa demasiado.
La apuesta de Parra, la sonda que proyecta Parra hacia el futuro, es demasiado compleja para ser tratada aquí. También: es demasiado oscura. Posee la oscuridad del movimiento. El actor que habla o que gesticula, sin embargo, es perfectamente visible. Sus atributos, sus ropajes, los símbolos que lo acompañan como tumores son corrientes: es el poeta que duerme sentado en una silla, el galán que se pierde en un cementerio, el conferenciante que se mesa los cabellos hasta arrancárselos, el valiente que se atreve a orinar de rodillas, el eremita que ve pasar los años, el estadístico atribulado. No estaría de más que para leer a Parra uno contestara la pregunta que se hace y nos hace Wittgenstein: "¿Esta mano es una mano o no es una mano?". (La pregunta debe uno hacérsela mirando su propia mano).

Roberto Bolaño, Entre paréntesis, Ocho segundos de Nicanor Parra, Miércoles 25 de abril de 2001





E questa mano che scrive.

lunedì 18 giugno 2007

Über allen Gipfeln

Über allen Gipfeln
Ist Ruh',
In allen Wipfeln
Spürest Du
Kaum einen Hauch;
Die Vögelein schweigen im Walde.
Warte nur! Balde
Ruhest du auch.

Goethe
Wanderers Nachtlied



Quiete tutte le cime.

Su tutte le rame alte
appena un fiato.

Muti i piccoli uccelli del bosco.

Fra poco, guarda
requie anche per te.

Franco Fortini
Poesie Inedite