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mercoledì 15 settembre 2021

Bibliothek

die vielen buchstaben
die nicht aus ihren wörtern können

die vielen wörter
die nicht aus ihren sätzen können

die vielen sätze
die nicht aus ihren texten können

die vielen texte
die nicht aus ihren büchern können

die vielen bücher
mit dem vielen staub darauf

die gute putzfrau
mit dem staubwedel

Ernst Jandl

 

Biblioteca

le numerose lettere
che non riescono ad uscire dalle loro parole

le numerose parole
che non riescono ad uscire dalle loro frasi

le numerose frasi
che non riescono ad uscire dai loro testi

i numerosi testi
che non riescono ad uscire dai loro libri

i numerosi libri
con tanta polvere sopra

la buona signora delle pulizie
col piumino

venerdì 18 maggio 2018

rilkes atmen

1
rilke
atmete
die luft

die gute luft

2
rilke
atmete
pausenlos

Ernst Jandl



il respiro di rilke

1
rilke
respirava
l'aria

l'aria buona

2
rilke
respirava
continuamente

martedì 20 marzo 2018

wanderung

vom vom zum zum
vom zum zum vom

vom vom zum vom

vom vom zum zum

vom zum zum zum

vom zum zum vom
vom vom zum zum

und zurück

Ernst Jandl



gita

dal dal al al
dal dal al al dal

dal dal al dal

dal dal al al

dal al al al

dal al al dal
dal dal al al

e ritorno

lunedì 19 marzo 2018

rilkes name

rilke
sagte er
nach seinem namen gefragt

rilke
sagte man
nach seinem namen gefragt
oder
kenn ich nicht

Ernst Jandl

il nome di rilke

rilke
diceva
quando gli si chiedeva il suo nome

rilke
dicevano
quando si chiedeva loro il suo nome
oppure
non lo conosco

sabato 17 marzo 2018

rilke, reimlos

rilke
sagte er
dann sagte er
gurke
leise dann
wolke

Ernst Jandl


rilke, non in rima

rilke
lui disse
poi disse
cetriolo
piano, poi
nuvola

sabato 10 dicembre 2016

Die Götterdämmerung in Wien

(Für Heiner Müller)

»Die Art, wie das 20. Jahrhundert sich Musik aneignet«
Gerard Schlesinger, Cahiers du Cinéma

»Was nicht gebrochen wird, kann nicht gerettet werden«
H. Müller, Grausame Schönheit einer Opernaufzeichnung

Im März 1945 war die Metropole Wien von sowjetischen Stoßtruppen umstellt. Nur nach Norden und Nordwesten bestand noch Landverbindung zum Reich. In diesem Moment befahl der Gauleiter und Reichsverteidigungs-Kommissar Baldur von Schirach, Herrscher der Stadt, eine letzte Festaufführung der "Götterdämmerung". In aussichtsloser Lage der Stadt und des Reiches sollte die von Richard Wagner komponierte Verzweiflung der Nibelungen (aber auch die in den Schlußakkorden enthaltene Hoffnung auf Wiederkehr) über alle Sender des Südostens übertragen werden, sofern diese in deutscher Hand waren. "Wenn schon das Reich untergeht, muß uns die Musik doch bleiben." Die seit Oktober stillgelegte und allseits verriegelte Oper wurde wieder aufgeschlossen. Orchestermitglieder wurden von den Fronten in die Gauhauptstadt geschafft. Am Vorabend der Hauptprobe I (mit Orchester und Kostümen, aber ohne Brand Walhalls im Dritten Akt, die Generalprobe sollte dann vom Rundfunk aufgenommen und übertragen werden, auf eine Premiere wurde verzichtet) flogen US-Geschwader von Italien nach Wien und bombardierten das Zentrum. DIE OPER BRANNTE AUS.
Nunmehr übte das Orchester in Gruppen, aufgeteilt auf verschiedene Luftschutzkeller der Stadt. Die linke Orchesterseite arbeitete in fünf Gruppen in Kellern der Ringsstraße; die rechte Orchesterseite einschließlich Pauken in vier Kellern der Kärntner Straße sowie in Nebenstraßen. Die Sänger waren auf die Orchestergruppen verteilt. Sie sollten versuchen, "wie Instrumente" zu singen. Zuzuordnen waren sie einander nicht, da sie ja in verschiedenen Kellern sangen. Der musikalische Leiter saß, zunächst anschlußlos, im Weinkeller einer Gastwirtschaft, war jedoch bald mit sämtlichen Kellern durch Feldtelefone verbunden.
Artillerieeinschläge im Umfeld. Während der Proben fanden zwei Tagesangriffe der US-Luftstreitkräfte statt. Eigene schwere Artillerie war in der Nähe eingegraben und schoß sich auf sowjetische Fernkampfgeschütze ein. Infanteristen und Eisenbahner waren als Läufer den probenden Musikern beigestellt. Die so überbrachten Nachrichte wurden ergänzt durch Feldtelefone, die nicht nur den Dirigenten mit den Orchesterteilen, sondern auch diese untereinander verknüpften. Das über Standleitung hergestellte Klangbild der Übungsnachbarn wurde über Lautsprecher jeweils verstärkt. Im groben Umriß konnten so die Musiker die Klänge der von ihnen getrennt spielenden Klangkörper registrieren, während sie selbst die Teile der Partitur probten, für die sie zuständig waren. Später ging der musikalische Leiter dazu über, von Keller zu Keller zu eilen und Instruktionen vor Ort zu geben. ES SIND VÖLLIG ANDERE RÜCKSICHTEN ZU NEHMEN, SAGTE ER, ALS BEI EINER HAUPTPROBE UNTER ANWESENDEN.
Es ergab sich auch ein anderes Klangbild. Die Geräusche des Endkampfes um Wien waren nicht auszufiltern, die Orchesterfragmente ergaben keinen einheitlichen Klang. Da die Wiener Brücken bedroht waren, gab der befehlsführende Generaloberst Rendulic an den Stab des Reichsverteidigungskommissars eine Warnung durch. Der Abtransport der Sänger und Orchestermitglieder in den Westen Österreichs müsse vorgezogen werden, wenn man sie retten wolle. Man könne deshalb nicht auf die Hauptprobe I warten, sondern müsse improvisieren. Daraufhin befahl der Reichsverteidigungskommissar, ein noch junger Mann, daß die Rundfunkaufnahmen des bis dahin erarbeiteten Klangbildes sofort, d.h. noch am gleichen Tag, durchzuführen seien. Die funktechnische Aufnahme der "Fragmente" der "Götterdämmerung" begann deshalb um 11.30 Uhr mit der ersten Szene des Dritten Aufzugs (Siegfried und die Rheintöchter).
Es wurde bis zu Schluß der Dritten Szene des Dritten Aufzugs durchgespielt. Anschließend sollten die Aufzüge 1 und 2 des Musikdramas nachgezogen werden. Beabsichtigt war die Zusammenstückelung im Rundfunkhaus oder aber, nachdem die Originalbänder aus Wien herausgeflogen wären, die Zusammenfügung und geschlossene Übertragung des Werkes vom Reichssender Salzburg aus.
Es war aber DURCH ZUFALL noch dreitausend Meter 35-mm-Agfafilm-Farbmaterial in der Stadt Wien gelagert. Oberstleutnant i.G. Gerd Jänicke, der die ihm unterstehenden viert PropagandaKompanien in den belagerten Raum Wien zusammengezogen hatte, ging von der festen Absicht aus, das Unglück der Stadt zu filmen. Jetzt konkretisierte er seinen Entschluß. Er befahl, die Orchesterleistung in Bild und Ton festzuhalten, und zwar ohne Rücksicht auf das Kamerageräusch, da ein Blimp nicht zur Verfügung stand. Jänicke schien die Aufnahmen des letzten Aufzuges der "Götterdämmerung" ein krönender Abschluß einer seit sieben Jahren andauernden hingebungsvollen Chronisten- und Propagandatätigkeit. Es gab nichts zu beschönigen, ein Durchhaltevermögen war zu dokumentieren, das das festhielte, was mit dem Deutschen Reich nicht zugrunde gehen würde: die deutsche Musik.
Mit fünf Kameras und jeweils verbundener Tonapparatur wurde der Dritte Akt und Teile des Ersten Aktes aufgezeichnet. Als Lampen wurden Flakscheinwerfer aufgestellt: sie strahlten an die Kellerwand und gaben ein grelles, indirektes Licht. Für den vollständigen Eindruck waren robuste Improvisationen erforderlich: so wurden die von den Aufzeichnungsgruppen nicht erfaßten Sänger und Orchesterteile anderer Keller über Funksprechgeräte in die Aufführung übertragen und auf 17,5-Perfo-Bändern gespeichert; sie wurden später in die Mischung eingespielt. Nachdem man sich beim Dritten Aufzug/Erste Szene noch um einen Gesamtklang bemüht hatte, ging man bei den Szenen 2 und 3 des Dritten Aufzuges dazu über, die Fragmente den Zuhörern hintereinander vorzustellen. Man hörte und sah diese Szenen in der Aufzeichnung neunmal hintereinander: jedesmal ging es um die lärmende Teilgruppe der Partitur, die in dem betreffenden Keller geübt wurde.
Die zivile Leitung des Rundfunks Salzburg legte die institutionelle Feigheit an den Tag, wie sie für Rundfunkanstalten typisch ist. Sie hielt die aus mehreren ungleichen Teilen zusammengebaute Tonaufnahme der "Götterdämmerung", deren Eingang sie quittiert hatte, aus "Qualitativen Gründen" nicht für sendefähig. Sie war durch Telefonate mit dem Stab des Reichsverteidigungskommissars in ihrem Urteil nicht umzustimmen. Als kommt es in dieser Lage des Reiches auf irgendeine friedensmäßige Aufzeichnungsqualität an!, sagte der für die Operation zuständige Offizier im Stab von Schirachs, Hauptmann von Tuscheck. Doch die zivile Sendeleitung in Salzburg blieb unerschütterlich. Sie sendeten eine Konserve des Dritten Aufzugs der "Götterdämmerung" und anschließend, bis zur Übergabe von Salzburg, nur noch Märsche.
Die Propagandatrupps des Oberstleutnant Jänicke dagegen sicherten die unentwickelten Negative und Tonmaterialen in einer Garage der Wiener Hofburg. Beabsichtig war die Verfrachtung nach Oslo oder Narvik mit einer der letzten Maschinen, die aus Wien abflogen. Im Norden gab es ein Kopierwerk. Die Aufzeichnung sollte dem Feind entzogen werden und eine letzte Botschaft des kämpfenden Reichs darstellen. Im Gegensatz zu 1918 wurden in diesem Krieg die Körper, die Panzer, die Städte zersprengt, der Geist dagegen blieb unverletzt. Theoretisch, sagte Jänicke, ist der Endsieg auch bei Zerschlagung aller Wehrmittel, allein durch den Willen und geistige Waffen möglich, Vor allem gilt das für die Mittel der Musik.
Die Verfrachtung der "Götterdämmerungs"-Aufzeichnung gelang nicht mehr, weil keine Kraftfahrzeuge für den Transport zum Flughafen zur Verfügung standen. Inzwischen war die Nacht hereingebrochen. Aus ihren Kellern stiegen die Musiker ins Freie. Infanterie-Unteroffiziere führten sie durch die unter ungezieltem Feuer liegende Innenstadt. Sie erreichten die Busse und wurden (als letzte aus dem sich schließenden Kessel) aus Wien herausgefahren. Der Morgen grüßte sie in ländlicher Umgebung. Sie wurden auf Bauernhöfe in der Nähe von Linz verteilt und sahen sich wenige Tage später von amerikanischen Truppen arrestiert.
Die Filmbüchse in der Garage, noch ordnungsgemäß beschriftet, wurde von sowjetischen Offizieren sichergestellt und vergessen. Ein georgischer Oberst, der Französisch sprach, übergab den Stapel einem tartarischen Oberstleutnant, der die deutsche Schrift lesen konnte (was er freilich nur zuverlässigen Freuden verriet, nicht den georgischen Kollegen). Der Oberstleutnant ließ das unbelichtete Filmmaterial in seine Garnisonstadt Sotschi bringen, wo es jahrzehntelang im Keller des städtischen Museums aufbewahrt wurde.
1991, nach dem Zusammenbruch des Imperiums, entdeckte ein junger Komponist, der sich als Beauftragter Luigi Nonos für Rußland bezeichnete, diesen Bestand. Er folgte einem Hinweis in einem Musikfachblatt der Krim, das im Internet als Einzelseite angewählt werden kann. Ohne jemals etwas von dem Material selber gesehen zu haben oder auch nur den Ort zu kennen, an dem es lagerte, organisierte der junge Mann den Transport zu einem Filmstudio in Ungarn, wo er das Material entwickeln ließ. Die Positive wurden nach Venedig gebracht. Absicht war, die Tonspur im 10. Jahr nach Luigi Nonos Tod im Dom von Venedig vorzuführen.
Eine Cutter-Assistentin Jean-Luc Godards, die von diesem Transfer gehört hatte, beharrte jedoch darauf, die Materialen in Paris in den Labors der Cinétype-Studios anlegen zu dürfen, und führte einer Gruppe von Mitarbeitern der Cahiers du Cinéma und der Cinématèque die dreitausend Meter Film in Ton und Bild vor.
Die Wirkung des Materials war nach fünfzig Jahren Lagerung "verzaubernd" ("enchantant"), schreibt Gerard Schlesinger in de Cahiers du Cinéma.
Das 35-mm-Filmmaterial ist durch Selbstbelichtung zunächst in Umrissen und in Fehlfarbe entwickelt und durch die anschleißende Entwicklung der unbelichteten Negative im Kopierwerk nochmals entwickelt worden, so daß sich über die Umrisse und Fehlfarben Schatten und Echos gelegt haben. Teile des Materials sind verschrammt und erhalten durch die Beschädigung eine den Thesen Walter Benjamins entgegengesetzten einmaligen Charakter. Die Tonspur zeige, schreibt Schlesinger, eine "grausame Schönheit" oder "so etwas wie Charakterstärke". Man sollte Richard Wagner immer in dieser Weise "fragmentieren". Eine authentische Lärmspur zeichnet das technische Kamerageräusch und die Artillerie- und Bombeneinschläge auf. Dieser Originalton, das "In-Mitten-Sein", rhythmisiere die Musik Wagners und mache sie von einer Phrase des 19. Jahrhunderts zum EIGENTUM des 20. Jahrhunderts.
In einigen Bildern sind die Kamera und das Stativ sowie die Tonapparaturen im Bild zu erkennen. Die "Einsprüche der Souffleuse haben die helle Klangfarbe des Ufa-Tonfilms. Die Stimmhöhen in den Tonfilmen jener Zeit scheinen also nicht nur auf Sprecherziehung der Darsteller, sondern auf Regeln der Tonaufnahme zu beruhen."
Ein Fehler wäre es, meint Schlesinger, die Tonfragmente zu mischen. Es steht dadurch - anders als bei der Originalaufzeichnung - ein SCHLECHTER GESAMTKLANG. Die Mischung der Tonteile dokumentierte nur die damalige Absicht der Aufzeichnenden, nicht dagegen das, was sie getan haben: Es gehe, sagt Schlesinger, um einen genialen Fund, nämlich die SCHÖNHEIT DER FRAGMENTE.
Aufgrund der Intervention der Cahiers du Cinéma werden die dreitausend Meter Film und die überzähligen Tonfragmente deshalb in insgesamt 102 getrennten Stücken vorgeführt. Jedem Bildteil ist jeweils nur eine Tonspur zugeordnet. Wo Bilder fehlen, ist im Kino Konzert ohne Bild zu hören. Der Beauftragte Nonos nahm das Werk auf Anregung der Cahiers du Cinéma in dessen Werkverzeichnis auf. Nicht, was ein individueller Kopf sich an Partituren ausdenkt, ist ein gelungenes Werk, sondern das, was er an Schätzen der Musik findet und bewahrt. Ja, es ist eine Kunst, einen solchen Schatz zu beschaffen. Ich hätte mir eine Telefonkastenstimme, sagte der Beauftragte Nonos, nicht ausdenken können, noch dazu eine, die eine solche Ausdruckskraft besitzt. Es handelt sich um ein Bild-Ton-Werk des 20. Jahrhunderts, das einzigartig ist. "Eigentum ist das Glück, im Menschenleben einmal einen solchen Schatz zu finden."

Bildbeschreibung:
Sie saßen im Hintergrund des Vorführraums im Kopierwerk der Firma Cinématyp Paris. Sie sollten gemeinschaftlich die angelegten Muster (Ton und Bild kombiniert) protokollieren. Es ging um Qualitätskontrolle.
- Man sieht überstrahlende Glühlampen an der Kellerdecke und ebenfalls überstrahlende Taschenlampen auf den Notenpulten.
- Außerdem leuchten die Wände.
- Ja. Die Taschenlampen werden von Zeit zu Zeit ausgewechselt.
- Wenn die Batterie gewechselt werden muß. Es ist zu sehen, daß einige der Lampen bereits schwächer leuchten.
- Die Gesichter liegen im Schatten.
- Ja, aber die heftige Bewegung der Musiker bewegt die Schatten, so daß etwas "Geistiges" den Raum bewegt hält, die Ahnung von "fleißigen Gestalten".
- Staubfahnen, die an den Lampen vorbei niederwehen. Das sind Treffer von Artilleriegeschossen.
- Oder Bombentreffer.
- Ja.
- Die Instrumente müssen von Staub befreit werden. Häufiger als bei Proben in der Oper. Sehen Sie hier: Die Blechbläser-Gruppe, wie sie pausiert und die Instrumente putzt. Es haben sich Staub und Spucke vermischt.
- Jetzt muß diese Gruppe auf Takt 486 springen?
- Genau. So ist sie jetzt wieder synchron mit den Streichern und der einzelnen Sängerin, die wir, lautsprecherverstärkt, über das Sprechfunkgerät aus dem Nachbarkeller hören.
- Würden Sie sagen, daß das "krächzend" klingt?
- Wie ein Wehrmachts-Nachrichten-Gerät eben klingt. Auch die Artillerie, hören Sie, klingt in der Übertragung blechern, d.h., tonqualitativ ist es ein Fehler.
- Hier geraten jetzt drei von sieben Orchesterteilen auseinander.
- Ganz ähnlich wie in den Kirchen des Hochmittelalters. Die Töne wandern in den Raum. Es gibt keinen "Gleichklang".
- Nun kann man beim besten Willen nicht sagen, daß die Funksprechgeräte, und hier sehen Sie nur eine Telefonverbindung mit direkt durch Draht angeschlossenen Lautsprechern, einen qualifizierten Raum erzeugen. Es handelt sich eher um einen Anti-Dom.
- Aber die Vorstellung des Raums funktioniert um so besser.
- Wieso besser?
- Denken Sie an die reale Situation. In jedem Moment kann einer der anderen Musikerkeller (oder auch der eigene) getroffen sein und einstürzen. Dann hören Sie nur das das Geräusch der Katastrophe. Die tatsächliche Lage bestimmt die Vorstellung.
- Es ist nicht der Klang eines Raums, sonders eines Käfigs?
- Natürlich: das Gruppengeräusch vieler Räume. Eine Art Lebensraum, und endlich einmal ist die Musik in den wirklichen Verhältnissen angekommen. Das gelingt ja nicht dadurch, daß ein Symphonieorchester sich in einer Fabrik aufstellt und so tut, als sei das ein Ort für Symphoniekonzerte. Die Fabrik wird unwirklich gemacht, und das ist keine Methode, die Musik wirklich zu machen. Hier aber, in der Notlage des Wiener Kessels, entsteht ein neuartiger Klangraum von realer Musik: die Wiedererstehung der Musik aus dem Geiste der Zeitgeschichte. Die Räume sind die Nachricht. Ich stelle mir in dem Geratter von Musiktönen den Sternenhimmel vor. Etwas Reines, Klares.
- Und Sie meinen, das schwebte Richard Wagner vor?
- Ich gehe davon aus.
- Er gehört aber nicht zum 20. Jahrhundert.
- Ein zeitloses Genie ist gewohnt, sich alles musikalisch Wertvolle anzueignen. Hören Sie hier? Das ist die Blechgruppe 4 mit einer Pauke und drei Celli von der rechten Orchesterseite. Das klingt unmittelbar wie Giacomo Meyerbeer, "Die Jüdin", Fünfter Akt, Erste Szene. Wagner hat es daher, und er kommt hier wieder in den rechten Raum: zu Meyerbeer zurück. Musik lässt sich nicht enteignen.
- Es klingt "interessant".
- "Hinreißend". Der richtige Ausdruck.
- Hier ist es dunkel.
- Ja, eine Serie von Naheinschlägen hat die elektrischen Kabel zerstört. Ein Teil der Taschenlampen liegt am Boden. Sehen Sie, Infanteristen rennen die Kellertreppe nach oben, die elektrischen Anschlüsse zu reparieren. Etwas sieht man ja mit Hilfe der Taschenlampen, die jetzt wieder an den Pulten befestigt werden. Und da Kerzenlicht, ein Leuchter mit zwölf Kerzen als allgemeines Licht. Nutzlos für das Lesen der Noten am Einzelpult, aber tröstend für den Gesamtraum. Da kommt der Dirigent herein. Er gibt dem ersten Geiger und den zwei Sängern flüsternd Anweisungen. Er hat einen Korb bei sich mit zwölf neuen Taschenlampen und Proviant. Die übrigen Keller wissen nichts vom momentanen Ausfall dieser Musikergruppe?
- Doch. Es wird ihnen zugefunkt. Dort links sehen Sie einen Wehrmachtsfunker. Es sind auch Souffleusen auf die Keller verteilt. Diese hier hat einen ungarischen Akzent und ist von der Operette ausgeborgt.
- Hätte man statt der "Götterdämmerung" nicht besser "Rheingold" spielen sollen? Es wäre ein hoffnungsfroher Anfang gewesen. Von der propagandistischen Wirkung her besser als ein Untergangsdrama. - Die in Wien neigten nicht mehr zur Übertreibung und konnten auch nicht mehr lügen. Die das organisierten, waren verzweifelt und voller Trauer.
- Ein bewusstes Kunstwerk mit Wahrheitsanspruch?
- Insofern, als alle Absichten fehlschlugen und etwas anderes entstand, was kein einzelner wollte. Nie war daran gedacht, daß Luftschutzkeller Kunstwerkstätten werden.
- Kaum zu glauben.
- Eine Fundsache. Die Hauptleistung bestand darin, diesen Fund in den Kellern des Museums in Sotschi zu machen.
- Ob es noch viele solche Fundsachen auf der Welt gibt?
- Viele. Sie müssen davon ausgehen, daß seit sechstausend Jahren immer irgendwo etwas versteckt liegt oder vergessen wurde.

Alexander Kluge

Il Crepuscolo degli dei

(A Heiner Müller)*

»Il modo in cui il XX secolo si è appropriato della musica«
Gerard Schlesinger, Cahiers du Cinéma

»Quello che non si spezza non può essere salvato«
H. Müller, Grausame Schönheit einer Opernaufzeichnung

Nel marzo del 1945 la metropoli viennese era circondata da truppe d'assalto sovietiche. Solo verso nord e verso nord-ovest esisteva ancora un corridoio che la collegava al Reich. In quel momento, il Gauleiter e Commissario per la difesa del Reich, Baldur von Schirach, sovrano della città, ordinò un'ultima rappresentazione di gala del "Crepuscolo degli dei". Nella situazione senza via d'uscita della città e del Reich, la disperazione dei Nibelunghi composta da Richard Wagner (ma anche la speranza nel ritorno, presente negli accordi finali) doveva essere diffusa da tutte le radio sudorientali, almeno da quelle ancora in mano tedesca. "Se anche il Reich affonda, almeno deve rimanere la musica." Il teatro dell'opera, chiuso da ottobre e completamente sprangato, venne riaperto. Dai vari fronti di guerra si richiamarono alla bell'e meglio degli orchestrali nella capitale del Gau. Alla vigilia della prima prova generale (con orchestra e costumi, ma senza incendio del Walhalla nel terzo atto; la prova generale doveva essere registrata e trasmessa dalla radio, rinunciando alla prima), flottiglie aeree statunitensi decollarono dall'Italia verso Vienna e ne bombardarono  il centro. IL TEATRO DELL'OPERA PRESE FUOCO.
Da quel momento l'orchestra cominiciò ad eseguire le prove in gruppi ripartiti tra diversi rifugi antiaerei della città. Il lato sinistro dell'orchestra lavorò in cinque gruppi in cantine della Ringsstraße; il lato destro, inclusi i timpani, in quattro cantine della Kärntner Straße e in vie adiacenti a questa. I cantanti furono distribuiti tra i vari gruppi dell'orchestra. Dovevano provare a cantare "come strumenti". Non ci si curò di coordinarli, visto che cantavano in cantine diverse. Il direttore, inizialmente privo di collegamento, stava nella cantina di una trattoria; tuttavia, venne presto messo in collegamento con tutte le cantine attraverso telefoni da campo.
Attacchi d'artiglieria nel circondario. Durante le prove, ci furono due attacchi diurni delle forze aeree statunitensi. L'artiglieria pesante, interrata nei dintorni, prendeva di mira cannoni a lunga gittata sovietici. Soldati di fanteria e ferrovieri erano a disposizione a mo' di messaggeri dei musicisti durante le prove. I messaggi che venivano così trasmessi venivano completati via telefoni da campo, che collegavano non solo il direttore con le diverse parti dell'orchestra, ma anche queste tra di loro. Il suono dei vicini durante le prove, trasmesso attraverso la linea dedicata, veniva amplificato di volta in volta da altoparlanti. In quell'abbozzo grossolano, i musicisti potevano così registrare i suoni delle sezioni che suonavano nelle altre parti, mentre provavano le parti della partitura loro assegnate. In seguito, il direttore musicale passava veloce di cantina in cantina a dare istruzioni sul posto. BISOGNA TENER CONTO DI FATTORI COMPLETAMENTE DIVERSI, DICEVA, RISPETTO AD UNA PROVA GENERALE CONDOTTA ALLA PRESENZA DI TUTTI.
Ne risultò anche una sonorità diversa. I rumori della battaglia finale attorno a Vienna non si potevano filtrare e i frammenti dell'orchestra non restituivano un suono unitario. Siccome i ponti viennesi erano minacciati, il colonnello generale in capo Rendulic trasmise un avviso allo stato maggiore del Commissario per la difesa del Reich. L'evacuazione dei cantanti e degli orchestrali verso l'Austria occidentale doveva essere anticipata, se si voleva salvarli. Non si poteva quindi aspettare la prima prova generale: si sarebbe dovuto invece improvvisare. Dopo di che, il Commissario per la difesa del Reich, un uomo ancora giovane, ordinò che il suono sviluppato nelle prove fino a quel momento fosse registrato immediatamente, ovvero il giorno stesso. La registrazione dei "frammenti" del "Crepuscolo degli dei" ebbe inizio alle 11.30 con la prima scena del terzo atto (Siegfried e le figlie del Reno).
La musica fu eseguita fino alla fine della terza scena del terzo atto. In seguito si sarebbero dovuti ripassare i primi due atti del dramma musicale. L'intenzione era di combinare i pezzi nello studio di registrazione oppure, dopo aver messo in salvo i nastri originali da Vienna, di ricostruire l'opera e trasmetterla integralmente dalla stazione radio di Salisburgo, che era ancora sotto i nazisti.
Fu però PER CASO che tremila metri di pellicola a colori Agfa erano ancora a disposizione in un magazzino nella città di Vienna. Il tenente colonnello di stato maggiore Gerd Jänicke, che aveva quattro compagnie di propaganda ai suoi ordini nella regione di Vienna assediata, decise di dare seguito alla sua ferma intenzione di filmare la caduta della città. A quel punto concretizzò il suo proposito. Ordinò che l'esecuzione dell'orchestra venisse fissata in immagini e suono, senza tener conto del brusio della cinepresa, in assenza del dispositivo per filtrarlo. A Jänicke le registrazioni del terzo atto del "Crepuscolo degli dei" sembrarono il coronamento finale di un'attività di cronista e di propaganda condotta devotamente ed ininterrottamente per sette anni. Non si sarebbe dovuto abbellire nulla, si sarebbe dovuto invece documentare una capacità di resistenza che fissava quel che non sarebbe andato in rovina assieme al Reich tedesco: la musica tedesca.
Con cinque cineprese e corrispondenti apparecchiature per la registrazione del suono si registrarono il terzo atto e parti del primo atto. Come lampade furono installati fari da cannoni di artiglieria: risplendevano sulle pareti della cantina e restituivano una luce abbagliante, indiretta. Per l'impressione d'insieme furono necessarie considerevoli improvvisazioni: così i cantanti e le parti dell'orchestra di altre cantine non documentate dai gruppi di registrazione furono trasmessi attraverso apparecchi radiofonici nella rappresentazione e poi salvati su film magnetici perforati da 17,5 mm; furono mixati pù tardi. Dopo un tentativo di dare una sonorità d'insieme nel terzo atto/prima scena, per la seconda e terza scena del terzo atto ci si accontentò di presentare agli ascoltatori dei frammenti in sequenza. Si ascoltavano e vedevano queste scene nella rappresentazione nove volte, una dietro l'altra: ogni volta si trattava di una parte cacofonica della partitura, come eseguita nella rispettiva cantina.
La direzione civile della radio di Salisburgo mostrò quel giorno codardia istituzionale, come è tipico per gli enti radiofonici. Considerò le registrazioni sonore del "Crepuscolo degli dei", che erano composte da più parti diseguali, di cui accusò ricezione, come non trasmissibili per "ragioni qualitative". Non cambiò opinione nonstante le telefonate con lo stato maggiore del commissario per la difesa del Reich. Come se, nella situazione in cui versa il Reich, dipendesse da una qualche qualità di registrazione paragonabile a quella in tempo di pace!, disse l'ufficiale responsabile dell'operazione nella squadra di Schirach, il capitano von Tuscheck. Eppure la direzione per la diffusione civile a Salisburgo rimase irremovibile. Trasmisero una bobina del terzo atto del "Crepuscolo degli dei" e poi solo marce, fino alla resa di Salisburgo.
Le truppe di propaganda del tenente colonnello Jänicke, nel frattempo, misero al sicuro i negativi non sviluppati e il materiale sonoro in un garage dell'Hofburg viennese. L'intenzione era di spedirli a Oslo o Narvik con uno degli ultimi aerei che sarebbero decollati da Vienna. Al nord c'era un laboratorio cinematografico. La registrazione doveva essere sottratta al nemico e rappresentare un ultimo messaggio del Reich in lotta. Al contrario del 1918, in questa guerra si fecero esplodere i corpi, i carri armati, le città, ma lo spirito rimaneva intatto. Teoricamente, disse Jänicke, anche in caso di distruzione di tutte le armi, la vittoria finale è possibile solo grazie alla volontà e alle armi dello spirito: questo vale prima di tutto per il mezzo musicale.
Non si riuscì più a spedire la registrazione del "Crepuscolo degli dei" perché non c'era più disponibilità di automezzi che la trasportassero all'aeroporto. Nel frattempo, era scesa la notte. I musicisti, lasciate le cantine, risalirono all'aperto. Sottoufficiali di fanteria li condussero per il centro, sotto il fuoco sparso. Raggiunsero gli autobus e furono trasportati fuori da Vienna - ultimi dalla trappola che si stava per chiudere. Il mattino li colse in piena campagna. Furono smistati in fattorie vicino a Linz e pochi giorni dopo finirono arrestati da truppe americane.
La scatola con la pellicola nel garage, ancora regolarmente etichettata, fu messa al sicuro da ufficiali sovietici e poi dimenticata. Un colonnello georgiano che parlava francese affidò il mucchio di materiale ad un tenente colonnello tartaro che sapeva leggere il tedesco (cosa che naturalmente rivelò solo ad amici fidati, non al collega georgiano). Il tenente colonnello fece portare la pellicola non sviluppata nella sua guarnigione di Soči, dove fu conservata per decenni nella cantina del museo civico.
Nel 1991, dopo la caduta dell'impero sovietico, un giovane compositore che si definiva agente di Luigi Nono in Russia, scoprì questo fondo. Aveva seguito un'indicazione in una rivista della Crimea, specializzata in musica, che si può reperire su internet su un'unica pagina. Senza aver mai visto di persona nemmeno parte del materiale o senza anche solo conoscere il posto dove era custodito, il giovane uomo ne organizzò il trasporto in uno studio cinematografico in Ungheria, dove fece sviluppare la pellicola. I positivi furono portati a Venezia. L'intenzione era di eseguire la colonna sonora nella basilica di Venezia, in occasione del decimo anniversario della morte di Luigi Nono.
Un'assistente al montaggio di Jean-Luc Godard, che aveva sentito parlare di questo trasferimento, insistette tuttavia sul fatto che i materiali dovessero essere rimontati a Parigi, nei laboratori degli Cinétype Studios, e mostrò i tremila metri di pellicola, inclusivi di immagini ed audio, ad un gruppo di collaboratori dei Cahiers du Cinéma della Cinématèque.
L'effetto del materiale, anche dopo cinquant'anni di deposito, fu "incantevole" ("enchantant"), scrive Gerard Schlesinger nei Cahiers du Cinéma.
A causa dell'autoesposizione, la pellicola 35 mm fu sviluppata in una serie di profili e con colori sbagliati e attraverso il successivo sviluppo dei negativi non esposti in laboratorio, ombre ed echi si sovrapposero ai profili ed ai colori sbagliati. Parte del materiale era graffiato e, così danneggiato, finì per acquisire un carattere unico, in opposizione alle tesi di Walter Benjamin. La colonna sonora aveva, scrive Schlesinger, una "bellezza terribile" o "una specie di forza di carattere". Richard Wagner avrebbe sempre dovuto essere "frammentato" in questo modo. Il rumore autentico contenuto nella colonna sonora rivela il brusio della cinepresa nonché gli scoppi dell'artiglieria e delle bombe. Questo audio originale, "in medias res", ritmava, secondo Schlesinger, la musica di Wagner e la trasformava da una frase del XIX secolo nella PROPRIETÀ del XX secolo.
In alcune immagini si riconoscono la cinepresa ed il treppiede, assieme alle apparecchiature di presa sonora. Le "indicazioni della suggeritrice hanno la sonorità chiara dei film sonori dell'UFA. Il tono delle voci nei film sonori dell'epoca non dipendeva quindi solo dalla dizione degli attori, quanto piuttosto dalle condizioni della registrazione sonora."
Sarebbe stato un errore, reputa Schlesinger, mixare i frammenti sonori. Avrebbe creato - a differenza che nella registrazione originale - un SUONO COMPLESSIVO SCADENTE. Il mix di frammenti sonori avrebbe documentato solo l'intenzione degli autori, e non quello che effettivamente realizzarono: si trattava, dice Schlesinger, di un ritrovamento geniale, ovvero della BELLEZZA DEI FRAMMENTI.
Grazie all'intervento dei Cahiers du Cinéma, i tremila metri di pellicola e gli innumerevoli frammenti sonori vengono riprodotti in 102 pezzi separati. Ad ogni sequenza viene assegnata solo una colonna sonora. Quando le immagini mancano, al cinema si sente solo un concerto privo di immagini. L'agente di Nono, su suggerimento dei Cahiers du Cinéma, mise l'opera nel proprio catalogo. Un'opera riuscita non è quello che una sola mente si immagina nelle partiture, quanto quel che trova e conserva tra i tesori della musca. Sì, è un'arte, scoprire un tale tesoro. Non avrei potuto immaginarmi una voce da scatola telefonica, disse l'agente di Nono, ancora meno una voce che possedesse una tale forza espressiva. Si tratta di un'opera straordinaria del XX secolo, fatta di immagini e suoni. "La proprietà è la fortuna di trovare una volta, nell'intera vita di un uomo, un tale tesoro."

Descrizione della fotografia:
Stavano seduti sullo sfondo dell'anticamera nel laboratorio della società Cinématyp Paris. Dovevano protocollare insieme i campioni ricevuti (suono ed immagine, in combinazione). Si trattava di controllo di qualità.
- Si vedono lampadine troppo luminose sul soffitto della cantina e torce altrettanto troppo luminose sul leggio.
- Tra l'altro le pareti risplendono.
- Sì. Le torce vengono di tanto in tanto sostituite.
- Quando deve essere sostituita la batteria. Si può vedere che alcune delle lampade danno già una luce più fioca.
- I volti sono in ombra.
- Sì, ma il veemente movimento dei musicisti fa muovere le ombre, per cui qualcosa di "spirituale" mantiene in moto la stanza, l'impressione di "personaggi zelanti".
- Nuvole di polvere che aleggiano in basso contro le lampade. Sono i colpi dell'artiglieria.
- O di bombe.
- Sì.
- Gli strumenti devono essere liberati dalla polvere. Più spesso che durante le prove in teatro. Guardi qui: gli ottoni, guardi come si fermano e puliscono gli strumenti. Si mescolano polvere e saliva.
- Ora devono balzare alla battuta 486?
- Esatto. Ora è di nuovo in sincrono con gli archi e le singole voci dei cantanti, che sentiamo amplificati via radio dalla cantina adiacente.
- Direbbe che suona "gracchiante"?
- Come suona appunto un dispositivo per diffondere i messaggi della Wehrmacht. Anche l'artiglieria - ascolti - ha un suono metallico nella riproduzione, vale a dire difettoso, dal punto di vista della qualità audio.
- Qui tre parti dell'orchestra sono ora fuori sincro.
- Proprio come nelle chiese dell'alto medioevo. Le note vagano nello spazio. Non c'è "unisono".
- Per quanto, con tutta la più buona volontà, non si può dire che le radio creino uno spazio qualificato; e qui vede solo un collegamento telefonico con altoparlante connesso direttamente via cavo. Si tratta qui di un'anti-cattedrale.
- Ma la rappresentazione dello spazio funziona ancora meglio.
- In che senso meglio?
- Pensi alla situazione reale. In ogni momento uno di un'altra cantina (ma anche uno di quella in cui si trova) può essere colpito e cadere. In quel caso sentirebbe solo il rumore della catastrofe. La situazione reale determina la rappresentazione.
- Non è il suono di uno spazio, ma di una gabbia?
- Certamente: il rumore collettivo di un insieme di spazi. Una specie di habitat, e finalmente, per una volta, la musica è all'unisono con la realtà. Non riesce perché un'orchestra sinfonica si piazza in una fabbrica e fa finta che sia un luogo per concerti sinfonici. La fabbrica diventa irreale e questo non è un metodo per rendere reale la musica. In questo caso tuttavia, nella situazione di emergenza di una Vienna intrappolata, nasce uno spazio sonoro, di musica reale, di tipo nuovo: la rinascita della musica dallo spirito della storia contemporanea. Gli spazi sono il messaggio. Mi immagino il cielo stellato nello strepitio dei toni musicali. Qualcosa di puro, di chiaro.
- E lei crede che Wagner ce l'avesse in mente?
- Lo penso.
- Ma lui non appartiene al XX secolo.
- Un genio senza tempo è abituato ad appropriarsi di qualsiasi cosa abbia valore musicale. Sente qui? Questo è il quarto gruppo degli ottoni con un timpano e tre violoncelli della parte destra dell'orchestra. Suona esattamente come Giacomo Meyerbeer, "La Juive", quinto atto, prima scena. Wagner l'ha presa da lì e qui, nello spazio giusto, ritorna di nuovo a Meyerbeer. La musica non si lascia espropriare.
- Suona "interessante".
- "Avvincente" è l'espressione corretta.
- Qui è buio.
- Sì, una serie di detonazioni ha distrutto il cavo elettrico. Una parte delle torce è a terra. Vede, soldati di fanteria corrono via prendendo la scala della cantina per riparare i collegementi elettrici. Si vede qualcosa grazie alle torce, che ora sono fissate di nuovo ai leggii. E c'è luce di candele, un candelabro con dodici candele come luce principale. Inutile per leggere le note al singolo leggio, ma confortevole per l'insieme della stanza. Ecco, ora entra il direttore. Sussurra istruzioni al primo violino e ai due cantanti. Ha un cestino con sé con dodici torce nuove e provviste. Le altre cantine non sanno niente della perdita di questo gruppo di musicisti?
- Sì. Vengono informati via radio. Lì a sinistra può vedere una radio della Wehrmacht. In tutte le cantine si sono anche delle suggeritrici. Questa qui ha un accento ungherese ed è presa in prestito dall'operetta.
- Non si sarebbe fatto meglio a suonare "L'oro del Reno", invece del "Crepuscolo degli dei"? Sarebbe stato un inizio più speranzoso. Dal punto di vista propagandistico, meglio di un dramma della fine.
- La gente di Vienna non era più incline all'esagerazione e non poteva nemmeno più mentire. Quelli che hanno organizzato questa cosa erano disperati e pieni di tristezza.
- Un'opera d'arte consapevole con pretese di verità?
- Nella misura in cui tutte le intenzioni fallirono e nacque qualcosa di nuovo, cosa che proprio nessuno voleva. Non si pensò mai che le cantine antiaeree sarebbero diventate degli atelier d'arte.
- Difficile a credersi.
- Un ritrovamento. La principale impresa consistette nel fatto che questa scoperta si fece nelle cantine del museo civico di  Soči.
- E si potrebbero ancora fare delle scoperte così, nel mondo?
- Molte. Deve pensare che da seimila anni in qua, da qualche parte, è stato sempre nascosto o dimenticato qualcosa.

* (e a tutti quelli che mi seguono)

lunedì 20 giugno 2016

Ernesto/Ernst

A Treviso io sto molto volentieri, a condizione di potermene andare via sempre.

Ernesto Calzavara 


je müder
ich bin
umso lieber
bin ich
in Wien

Ernst Jandl

(quanto più sono stanco tanto più volentieri sto a Vienna)

 

sabato 28 settembre 2013

wia ned gschaid

schdöd se hin      fua de laid
und redt     wia ned gschaid
und de laid      ablaudian
jo hom de olle      ka hian?

Ernst Jandl


si presenta      di fronte alla gente
e parla      come un cretino
e la gente      applaude
ma sono tutti      senza cervello?

mercoledì 27 marzo 2013

Antipoden

Auf der anderen Seite der Welt
ein blatt
und unter diesem
ein blatt
und unter diesem
ein blatt
und unter diesem
ein blatt
und unter diesem
ein tisch
und unter diesem
ein boden
und unter diesem
ein zimmer
und unter diesem
ein keller
und unter diesem
ein erdball
und unter diesem
ein keller
und unter diesem
ein zimmer
und unter diesem
ein boden
und unter diesem
ein tisch
und unter diesem
ein blatt
und unter diesem
ein blatt
und unter diesem
ein blatt
und unter diesem
ein blatt

Ernst Jandl

In der Mitte 
Norman Junge 

Antipodi

Dall'altra parte del mondo
un foglio
e sotto questo
un foglio
e sotto questo
un foglio
e sotto questo
un foglio
e sotto questo
un tavolo
e sotto questo
un pavimento
e sotto questo
una stanza
e sotto questa
una cantina
e sotto questa
un globo terrestre
e sotto questo
una cantina
e sotto questa
una stanza
e sotto questa
un pavimento
e sotto questo
un tavolo
e sotto questo
un foglio
e sotto questo
un foglio
e sotto questo
un foglio
e sotto questo
un foglio

martedì 26 marzo 2013

jupiter unbewohnt

jupiter unbewohnt
merkur unbewohnt
saturn unbewohnt
uranus unbewohnt
neptun unbewohnt
venus unbewohnt
pluto unbewohnt
mars unbewohnt
erde ungewohnt

Ernst Jandl


giove inabitato
mercurio inabitato
saturno inabitato
urano inabitato
nettuno inabitato
venere inabitato
plutone inabitato
marte inabitato
terra inusitato

lunedì 27 febbraio 2012

wien: heldenplatz

der glanze heldenplatz zirka
versaggerte in maschenhaftem männchenmeere
drunter auch frauen die ans maskelknie
zu heften heftig sich versuchten, hoffensdick
und brüllzten wesentlich.

verwogener stirnscheitelunterschwang
nach nöten nördlich, kechelte
mit zu-nummernder aufs bluten feilzer stimme
hinsensend sämmertliche eigenwäscher.

pirsch!
döppelte der gottelbock von Sa-Atz zu Sa-Atz
mit hünig sprenkem stimmstummel.
balzerig würmelte es im männechensee
und den weibern ward so pfingstig ums heil
zumahn: wenn ein knie-ender sie hirschelte.

Ernst Jandl
1962
wien, heldenplatz, 15.3.1938

vienna: piazza degli eroi

la risplentera piazza degli eroi circumcirca
cedeva nel pantano di magliasse oceaniche di omuncoli
tra cui anche donne, che al ginocchio mascolare
si provavano a premere veementi, pregne di speranza
ed essenzialmente abbaiavano a guance pendule.

entusiasta dell'impato della discriminatura sulla fronte
con note penose tendenti al nordico, trantolava
con voce facentesi numero, puntuta di sangue,
falciando miserevoltutti quelli che se ne tiravano fuori.

si apra la caccia!
raddoppiava saltellante il caprone deuccio fra-SS-imbeccando
a voce sincopata enormosamente severosa.
in calore vermicolava l'oceano di omuncoli
e per le femmine divanne così pentecostale sullo heil,
speciammente se le accervava un moto del ginocchio.

trieste, piazza dell'unità d'italia, 18.9.1938

Non sono soddisfatta del risultato, ma erano più o meno 4 anni che aspettava di uscire dalle bozze ed iniziava a soffocare un po'.

domenica 26 febbraio 2012

Schutthaufen

Der Dichter Ossip Mandelstam wurde zuletzt gesehen
in einem Durchgangslager für die Gefangenen
bei Wladiwostok im Dezember Achtunddreißig
wie er nach Resten von Eßbarem suchte in einem
Abfallhaufen. Er starb noch vor Jahresende

Seine Mörder sprachen zu jener Zeit nicht ungern
vom »Schutthaufen der Geschichte
auf den der Feind
geworfen wird«

So also sah der Feind aus: der todkranke Dichter
und so sah der Schutthaufen aus (wie schon Lenin gesagt hat:
»Die Wahrheit ist konkret«) Wenn die Menschheit Glück hat
werden die Archäologen des Schutthaufens der Geschichte
noch etwas vom Heimweh nach Weltkultur ausgraben
Wenn die Menschheit Glück hat werden die Archäologen
auf dem Schutthaufen der Geschichte Menschen sein

Erich Fried

Ossip Mandelstam, herausgefordert, den Akmeismus, eine poetische Richtung, deren Anhänger er war, zu bezeichnen, nannte ihn 1937 "Heimweh nach Weltkultur". Erich Fried, Gedichte, dtv, 2007


Cumulo di macerie

Il poeta Osip Mandel’štam alla fine fu visto
in un campo di transito per prigionieri
vicino a Vladivostok nel dicembre del trentotto
mentre cercava resti commestibili in un
mucchio di rifiuti. Morì ancor prima della fine dell'anno

I suoi assassini a quel tempo parlavano ancora volentieri
di »cumulo di macerie della storia
su cui verrà gettato
il nemico«

Questo era quindi il volto del nemico: il poeta malato mortalmente
e questo l'aspetto dei cumuli di macerie (come ha già detto Lenin:
»La verità è concreta«) Se l'umanità avrà fortuna
gli archeologi del cumulo di macerie della storia
recupereranno ancora vestigia di nostalgia per la cultura universale
Se l'umanità avrà fortuna gli archeologi saranno
uomini sul cumulo di macerie della storia

Osip Mandel’štam, alla richiesta di descrivere l'acmeismo, un movimento poetico di cui era rappresentante, lo chiamò nel 1937 "Nostalgia per la cultura universale".

giovedì 8 dicembre 2011

Dedal i Ikar

Mówi Dedal:

Idź synku naprzód a pamiętaj że idziesz a nie latasz
skrzydła są tylko ozdobą a ty stąpasz po łące
ten podmuch ciepły to parna ziemia lata
a tamten zimny to strumień
niebo jest takie pełne liści i małych zwierząt

Mówi Ikar:

Oczy jak dwa kamienie wracają prosto do ziemi
i widzą rolnika który odwala tłuste skiby
robaka który wije się w bruździe
zły robak który przecina związek rośliny z ziemią

Mówi Dedal:

Synku to nie jest prawda Wszechświat jest tylko światłem
a ziemia jest misą cieni Patrz tutaj grają kolory
pył się unosi znad morza dymy idą ku niebu
z najszlachetniejszych atomów układa się teraz tęcza

Mówi Ikar:

Ramiona bolą ojcze od tego bicia w próżnię
nogi drętwieją i tęsknią do kolców i ostrych kamieni
nie mogę patrzeć się w słońce tak jak ty patrzysz się ojcze
ja zatopiony cały w ciemnych promieniach ziemi

Opis katastrofy

Teraz Ikar głową w dół upada
ostatni obraz po nim to widok dziecinnie małej pięty
którą połyka żarłoczne morze
W górze ojciec wykrzykuje imię
które nie należy ani do szyi ani do głowy
tylko do wspomnienia

Komentarz

Był taki młody nie rozumiał że skrzydła są tylko przenośnią
trochę wosku i piór i pogarda dla praw grawitacji
nie mogę utrzymać ciała na wysokości wielu stóp
Istota rzeczy jest w tym aby nasze serca
które toczy ciężka krew
napełniły się powietrzem
i tego właśnie Ikar nie chciał przyjąć

módlmy się

Zbigniew Herbert
Struna Światła, 1956

Nel paese dove mi trovo a vivere stanno pubblicando l'opera poetica completa di Herbert, uno dei poeti del '900 che meglio han saputo porsi in un rapporto attivo e creativo con la tradizione, tra i più consapevoli del fatto che l'eredità culturale, a dispetto del nome, non si eredita come una casa, ma si ottiene lavorando, con fatica, "col sudore della fronte", come scrisse nell'introduzione all'edizione polacca del 1973 di una sua raccolta di poesie. Nel trovare le sue parole del 1973, che leniscono con un tempismo perfetto il fastidio che avverto negli ultimi tempi nel continuare a leggere che avremmo appena vissuto un annus horribilis ("nessuna giustificazione o spiegazione che dica che stiamo vivendo un'epoca eccezionale ha motivo di esistere"), è inevitabile, per me, non solo cessare di rimandare la pubblicazione di un fatto eccezionale e non eccezionale del 1345, che affido ad una nota(1), ma anche ripensare ad un piccolo articolo dell'anno scorso che mi piace riportare per intero(3), ancor prima di cominciare a pensare a Dedalo e Icaro.
Ogni notte, un uomo che ha oggi ottant'anni si alza alle tre e resta seduto ad una scrivania fino alle nove della mattina. Studia e scrive di lingue remote, elabora dizionari di sconosciuti idiomi delle steppe siberiane, racconta fiabe e tradizioni della campagna reggiana come delle grandi pianure asiatiche, traduce poemi epici di sperdute popolazioni nomadi dell'Asia centrale, redige saggi di glottologia comparata e di medicina naturale. Terminato questo lavoro, Riccardo Bertani esce dalla sua casa di Caprara, nel comune di Campegine, fra Parma e Reggio Emilia, dove vive da solo dopo la morte della madre, e attende al suo pezzo di terra, al suo allevamento di capre. «Ufficialmente sarei un contadino, ma ho sempre sognato troppo per esserlo veramente. Ho sempre e solo prodotto quel tanto che mi bastava per vivere e per poter acquistare i libri. Già da ragazzo la mia mente vagava troppo lontano. Sognavo la Russia e le sue pianure sconfinate e leggevo tutti i libri russi a portata di mano. Così, in qualche giorno di caligine, mi sembrava di scorgere verso il cupo nord le carovane dei deportati in Siberia, della cui epopea avevo letto nei romanzi di Dostoevskij. In certe giornate di vento mi sembrava di essere fra le bande dei ribelli di Pugačëv, raccontate da Puškin. La mia era una famiglia di comunisti (il padre Albino fu nominato sindaco dal CLN, i Cervi erano amici di famiglia) e la biblioteca della sezione del Pci di Campegine era piena di opere di letteratura russa. Ben presto lessi tutto quello che si poteva leggere sul quel grande paese. Così un giorno decisi di acquistare una grammatica ed un dizionario. In poche settimane ero in grado di leggere tranquillamente il russo». Il suo sogno di paesi e culture lontane è rimasto vivo. Le lingue conosciute sono diventate però più di cento. Tutte quelle slave, moltissimi idiomi siberiani, ma anche l'etrusco, il longobardo, il basco, l'esquimese, il mongolo. Studiate, comparate, scavate con la competenza e la passione del glottologo. con un linguaggio semplice ma rigoroso: «Sono andato a scuola e sono arrivato con facilità alla licenza elementare. Ma mi fermai, non solo perché non era facile per un figlio di contadini continuare a studiare: trovavo la scuola limitata. Avevo orizzonti vasti, fin da allora e le lezioni non potevano calmare quella fame di sapere che sentivo dentro. Non mi sono mai pentito della mia scelta: Tolstoj non riuscì mai a laurearsi. Divenni ben presto, per gli altri, un tipo strano. Oltretutto non avevo nemmeno mai fatto parte del Pci. Ero un isolato, né contadino né intellettuale, né comunista né anticomunista. Credevo fermamente nella libertà e nell'individuo. Mi consideravano un anarchico. Ero, e sono ancora, un tolstojano». La bibliografia di Bertani disseminata fra quotidiani, riviste specializzate, libri ed opuscoli è sconfinata nella varietà di argomenti che affronta, tanto da attirare l'attenzione di molte università. L'anziano agricoltore ha tenuto lezioni all'Ateneo di Firenze, è in corrispondenza con la Reale Accademia di Svezia, oltre che con tanti singoli studiosi. Fra i tanti con cui ha discusso basterà ricordare Claude Lévi-Strauss, con il quale ha parlato, in una corrispondenza privata, di mitologia germanica. «Ora molti si sono accorti di me. Il Comune di Campegine ha trasformato la mia casa, da me tanto trascurata, da bolgia di libri e carte in una sezione della Biblioteca civica. Ma rifiuto di essere considerato un fenomeno da baraccone. In tanti mi vogliono dipingere così. Sono un uomo che cerca. Cerco quello che c'è di unificante nella storia degli uomini. Le correnti sotterranee che sgorgano da remote comuni sorgenti. La scienza non riesce a spiegare questi fenomeni. Tanto meno l'economicismo marxista. Ora sono alle prese con lo sciamanesimo. Che non è il fenomeno da new age che si vuol far credere. Ad esempio ci sono, in una popolazione della Siberia, gli Jukagiry, concezioni del mondo sconvolgenti, che ignorano completamente il concetto di morte. Quello che accade, secondo quelle visioni sciamaniche, è un flusso continuo di forze ed eventi che mutano in continuazione e rendono vana qualsiasi distinzione fra morte e vita, fra essere e non essere. Per me, abituato nonostante tutto agli schemi occidentali, questo pensiero è stato terribilmente difficile da comprendere. Questo studio mi ha gettato in uno stato di prostrazione, per il quale mi sto curando con antiche ricette a base di erbe, sempre siberiane...». La sua ultima opera pubblicata è un dizionario italiano-rutulo, una lingua parlata oggi da una piccola comunità del Daghestan, nel Caucaso. Una lingua, si noti, che non ha una sua scrittura. Oltre al dizionario Bertani propone anche una comparazione fra il rutulo ed il basco, lingua di origini incerte che molti studiosi sospettano provenire proprio dal lontano Caucaso. L'inedito studio del glottologo di Campegine sembra portare nuove motivazioni a questa tesi. Di Rutuli si parla anche nell'Eneide e Bertani suppone che l'antica popolazione fosse imparentata con gli etruschi. Altro popolo di cui Bertani conosce lingua e cultura: i ceceni. 
Oltre lo stretto di Bering 
«Le lingue sono organismi viventi e mutano e si incrociano, si ibridano. Ci sono tracce di strutture linguistiche siberiane in molti idiomi dell'America pre-colombiana. Frutto di migrazioni cronologicamente imprecisate, passate forse attraverso lo stretto di Bering. Quei popoli portarono spesso con loro un orgoglio ancestrale che li spinse a perire come stirpe piuttosto che fondersi con gli invasori bianchi. Lo stesso orgoglio che anima il nazionalismo basco come quello ceceno. Altri popoli hanno seguito altre strade...». Bertani non ha mai lasciato Campegine. Solo qualche raro viaggio in Italia, per qualche lezione, o intervista. Se gli si chiede perché, risponde: «Ho paura di restare deluso. Per fare un esempio: la mia conoscenza dei Rutuli è prima di tutto poetica, sognata. Ho cercato le tracce della loro storia dimenticata. Cosa potrebbe darmi oggi la conoscenza dei loro attuali insediamenti di pastori transumanti? Resto qui. A coltivare il mio ideale di semplicità che ho imparato da Tolstoj».  
Marco Buttafuoco, Il contadino amante di Tolstoj che studia gli idiomi delle steppe, L'Unità, 15 marzo 2010
L'Icaro di Herbert, ora: un Icaro che ha avuto ragione e al contempo ha avuto torto. Attenzione, però, all'ultimo verso, dico sul serio: a me, la prima volta che ho letto questa poesia, l'ultimo verso ha fatto cadere a terra una lacrima che solo qualche verso prima se ne stava incerta a sporgere nel vuoto. 

Dedalo e Icaro

Dedalo:

Vai avanti figlio mio e ricordati che tu non voli tu cammini
le ali sono solo un ornamento tu calchi la prateria
questo soffio caldo è la terra torrida dell'estate
e questo soffio freddo è un ruscello
il cielo è così pieno di foglie e piccoli animali

Icaro:

I miei occhi come due pietre ritornano dritti sulla terra
e vedono il contadino che rivolta la terra grassa
il verme che si attorciglia nel solco
il verme cattivo che spezza il legame tra la pianta e la terra

Dedalo:

Figlio mio non è vero l'Universo è solo una luce
e la terra è una coppa di tenebre guarda qua i colori giocano
la polvere sale dal mare i fumi vanno verso il cielo
dagli atomi più preziosi oggi si forma l'arcobaleno

Icaro:

Ho male alle braccia padre a forza di sbatterle nel vuoto
le gambe mi si indolenziscono e aspirano alle spine e alle pietre aguzze
non posso guardare il sole come lo guardi tu padre
affogo nei raggi scuri della terra

Descrizione della catastrofe

Ora Icaro cade con la testa in giù
l'ultima sua immagine è un tallone puerilmente piccolo
inghiottito dal mare vorace
In alto suo padre grida il suo nome
che non appartiene né al collo né alla testa
solo al ricordo

Commento

Era così giovane non capiva che le ali sono solo una metafora
un po' di cera e di piume e lo spregio alle leggi della gravitazione
non possono sostenere un corpo ad un'altezza di molti metri
L'essenza delle cose è che i nostri cuori
mossi da un sangue denso
si riempiono d'aria
ed è questo che Icaro non voleva accettare

preghiamo

Zbigniew Herbert
Corde di luce, 1956

Per limitarmi ad una caduta nel sentimentalismo ed evitarne un'altra nel più patente didascalismo - per quanto abbia un debole per la poesia didascalica e ne rimpianga sinceramente la fine - ho dato finora del tutto per scontato che il mito di Icaro fosse noto. Che sia superfluo o meno, ne propongo ora un racconto orale, come si conviene ad un mito, quello presentato su un palcoscenico di Colonia il 13 novembre del 1976 da Wolf Biermann durante il suo famoso concerto, pochi giorni prima che la DDR gli revocasse, anche a causa di quel concerto, la cittadinanza, a conferma che novembre è il mese verso cui la storia tedesca avverte un'indiscutibile attrazione(4). È un racconto, il suo, che contiene tutti gli ingredienti per essere considerato da molti un episodio che non varrebbe proprio la pena di ricordare, per l'anno in cui si è svolto, passato ma ancora troppo recente, per la lingua, che molti italiani (ed altrettanti francesi) disprezzano, per la DDR, cui si è autorizzati ad accennare, ma solo nel solito mese di novembre, e di preferenza negli anni che finiscono per 9, per la sua antispettacolarità, perché l'Icaro di Biermann, a differenza dell'Icaro di Herbert, non riesce nemmeno a spiccare il volo e, infine, per il baffo di Biermann. Lo propongo quindi proprio per tutti questi motivi e anche perché, tra i 12 scrittori che firmarono una lettera aperta di protesta contro l'espulsione di Biermann dalla Germania dell'Est, c'era Christa Wolf, cui dedico un pensiero, e c'era anche l'amato dinosauro Heiner Müller.


"Vorrei cantarvi ancora una... Avete voglia di sentire ancora una canzone nuova nuova? Piace prima di tutto a me tenerla a battesimo qui. (...) Si potrebbe dire che è una canzone adatta a sdrammatizzare, ma non è quello che voglio. E non è per questo che l'ho scelta, ma perché mi piace e perché è nuova. Le canzoni nuove sono quelle che ci piacciono di più. Prima vi dico che qualche settimana fa il poeta americano Allen Ginsberg è venuto a trovarmi ed è un uomo molto simpatico, che dice molte cose schiette con cui non sono d'accordo, ma è un tipo eccezionale, ha anche scritto delle belle poesie. Siamo andati a passeggiare sulla Friedrichstrasse e siamo arrivati quasi fino alla stazione, la stazione della S-Bahn di Friedrichstrasse, sulla Sprea. Sicuramente alcuni di voi ci sono già stati e conoscono il ponte dove la Friedrichstrasse passa sulla Sprea, no? E forse vi ricordate anche che c'è un vecchio parapetto in ghisa, probabilmente dell'epoca del vecchio Guglielmo o anche più vecchio, che culmina, al centro del ponte, con l'aquila prussiana, sì, l'uccello che Heinrich Heine - e non solo lui -  ha così tanto odiato. E un po' di tempo fa ho chiesto ad un amico(5), un fotografo, di fotografarmi davanti a questa aquila. Avevo finito di mettermi in posa e la macchina fotografica era pronta che mi sono iniziate a crescere le ali in ghisa del maledetto uccello sulle spalle - ve lo figurate? - e io ero quello che aveva avuto la possibilità di studiare, anche la famosa storia, tratta dalla mitologia greca, di Dedalo e Icaro. Ho parlato prima con degli amici che mi hanno detto: devi assolutamente raccontare alla gente, quando canti questa canzone, chi erano Dedalo e Icaro e non devi assolutamente avere alcun riguardo per quelle poche persone istruite che si offendono nel sentire quello che sanno già o che credono di sapere. Ci sono abbastanza persone che saranno contente di sapere appunto che Dedalo e Icaro erano padre e figlio, erano in esilio sull'isola di Creta e volevano andarsene. Però non riuscivano ad andarsene, erano per così dire bloccati, non avevano una barca, finché al padre, Dedalo, è venuta un'idea astuta, ha preso delle piume d'aquila e le ha assemblate con della cera d'api e le ha allacciate alle braccia per poter, così come aveva sentito da una vecchia storia, volare. Ma, come fanno i padri, ha naturalmente raccomandato al figlio di non fare sciocchezze: quando voleremo, non devi volare troppo in alto, perché altrimenti ti avvicini troppo al sole e si mette a fare sempre più caldo (nella mitologia greca fa sempre più caldo quando si sale troppo, vero?), e non devi volare troppo in basso, altrimenti cadi, e siamo naturalmente di fronte ad un figlio che ascolta il padre e ovviamente si mette a volare alto, perché gli piace e, come vuole la morale, si inabissa: la cera si scioglie, le ali si rompono e fa la grande caduta nel mare e affoga." - Wolf Biermann, Colonia, 13 novembre 1976


Die Ballade des Preußischen Ikarus

Da, wo die Friedrichstraße sacht
den Schritt über das Wasser macht
da hängt über der Spree
die Weidendammer Brücke. Schön
kannst du da Preußens Adler sehn
wenn ich am Geländer steh
dann steht da der preußische Ikarus
mit grauen Flügeln aus Eisenguß
dem tun seine Arme so weh
er fliegt nicht weg - er stürzt nicht ab
macht keinen Wind - und macht nicht schlapp
am Geländer über der Spree.

Der Stacheldraht wächst langsam ein
tief in die Haut, in Brust und Bein
ins Hirn, in graue Zelln
Umgürtet mit dem Drahtverband
ist unser Land ein Inselland
umbrandet von bleiernen Welln
da steht der preußische Ikarus
mit grauen Flügeln aus Eisenguß
dem tun seine Arme so weh
er fliegt nicht hoch und er stürzt nicht ab
macht keinen Wind und macht nicht schlapp
am Geländer über der Spree.

Und wenn du weg willst, mußt du gehen
ich hab schon viele abhaun sehn
aus unserem halben Land.
Ich halt mich fest hier, bis mich kalt
dieser verhaßte Vogel krallt
und zerrt mich übern Rand
dann bin ich der preußische Ikarus
mit grauen Flügeln aus Eisenguß
dann tun mir die Arme so weh
dann flieg ich hoch, und dann stürz ich ab
mach bißchen Wind - dann mach ich schlapp
am Geländer über der Spree.

Wolf Biermann

La ballata dell'Icaro prussiano

Là, dove la Friedrichstrasse
attraversa con dolcezza l'acqua
sulla Sprea, sta sospeso
il ponte Weidendammer.
Bella, ci puoi vedere l'aquila prussiana
quando sono a fianco del parapetto
là c'è l'Icaro prussiano
con le ali grigie di ghisa
le braccia gli fanno così male
non fugge in volo — e non precipita
non sposta l'aria — e non si affloscia
al parapetto sulla Sprea.

Il filo spinato cresce lentamente
nel profondo della pelle, nel petto e nelle gambe
nel cervello, nella materia grigia
cinta da un reticolato
il nostro paese è un paese-isola
battuto da onde di piombo
con ali grigie di ghisa
là c'è l'Icaro prussiano
le braccia gli fanno così male
non vola via — e non precipita
non fa rumore — e non si affloscia
al parapetto sulla Sprea.

E se vuoi andartene, devi partire
ho già visto tanti andarsene via
dal nostro paese dimezzato.
Io resto saldo qui, finché raggelato
mi ghermirà questo odiato uccello
trascinandomi oltre la sponda
sarò allora l'Icaro prussiano
con le ali grigie di ghisa
le braccia mi faranno così male
mi librerò in volo e poi precipiterò
sposterò un po' d'aria — e mi affloscerò
al parapetto sulla Sprea.

L'Icaro di Ernst Jandl, essendo di Jandl, non solo mi fa rialzare dalla caduta nel sentimentalismo, ma soprattutto riesce a rendere vana ogni pretesa di eccezionalità a coloro che si crogiolano nel proprio fallimento (ce ne sono, ce ne sono). Il suo ritratto, poi, è composto dal numero di parole strettamente necessario, rispettando così concretamente tutti quelli che, come August Stramm (e come Icaro), non hanno avuto abbastanza tempo per essere loquaci(6). 

Ikarus

Er flog hoch
über den anderen.
Die blieben im Sand
Krebse und Tintenfische.
Er flog höher
als sein Vater, der kunstgewandte
Dädalus.
Federn zupfte die Sonne aus seinen Flügeln.
Tränen aus Wachs tropften aus seinen Flügeln.
Ikarus flog.
Ikarus ging unter.
Ikarus ging unter
hoch über den anderen.

Ernst Jandl
1954

Icaro

Volò in alto
sopra gli altri.
Questi restarono nella sabbia
granchi e seppie.
Volò più in alto
di suo padre, l'abile artista
Dedalo.
Il sole strappò delle piume dalle sue ali.
Lacrime di cera gocciolarono dalle sue ali.
Icaro volò.
Icaro andò a fondo.
Icaro andò a fondo
in alto oltre agli altri.

Poeta a me caro per poeta a me caro, come posso non pensare a Federico Tavan? Non posso, in effetti.

Nichilismo

1
Quan ch’e soi deventât mat
ére massa distrat
n’ài podût
gôdeme la scena
2
I me plâs li cornes
ch’i no làssa nua.
Figuranse la scia!
3
A me plâs Icaro
brusât dal sorele
ma almancu
al à tentât
4
Tra la buolp e l’uva
'e preferìs la buolp,
tra al toru e la rana
la rana.
I me plâs
chiei ch’i scopia
e ch’i scjampa
cul cjâf bas.

Federico Tavan

1
Quando sono diventato matto
ero troppo distratto
non ho potuto
godermi la scena.
2
Mi piacciono le lumache
che non lasciano nulla.
Figuriamoci la scia!
3
Mi piace Icaro
bruciato dal sole
ma almeno
ha tentato.
4
Tra la volpe e l’uva
preferisco la volpe,
tra il toro e la rana
la rana.
Mi piacciono
quelli che scoppiano
e fuggono
a capo chino.

Icaro

Scjampànt
da l'infier de fier
belsoul
nècal
a bêve l'aga dal Muscle.

Federico Tavan
Cràceles cròceles, 1996


Icaro

Fuggendo
dall'inferno di ferro
solo
nudo
a bere l'acqua della fontana del Muscle.

La caduta di Icaro è talmente fragorosa da oscurare la figura di suo padre. Se del volo di Dedalo e Icaro si fosse occupata Hollywood, è chiaro che Dedalo sarebbe atterrato a New York. Fortuna volle che se ne occupò Virgilio nel VI canto dell'Eneide, per cui a Dedalo riuscì di arrivare sul Monte Cumano. Distrutto dal dolore, provò per ben due volte a scolpire la morte del figlio sulle porte del tempio di Apollo, senza però riuscirvi. Dolore che non gli aveva impedito di innalzare lo stesso tempio proprio a colui che, nella sua personalità di Febo, aveva sciolto le ali del figlio ai raggi del sole. Il dolore non gli impedì in seguito nemmeno di proseguire la sua attività di architetto in Sicilia, dove gli furono spalancate le possibilità di numerosi appalti pubblici.
Vale a dire che l'arrivo della civiltà minoico-micenea a Cuma, nella nostra storia preromana, fu suggellato non solo da uno dei più antichi ex voto che la penisola italiana ricordi (sempre secondo Virgilio, Dedalo appese nel tempio le sue ali), ma, più in generale, da un atto di sottomissione al potere da parte di un padre al quale neanche la perdita del figlio fu capace di ispirare un minimo gesto di ribellione all'autorità. Fu un atto grave e non lo dico per considerazioni di ordine morale nei confronti del comportamento successivo di Dedalo, che non mi interessano: più semplicemente, penso che se il figlio non sopravvive al padre, non c'è alcuna possibilità di cambiamento(7). Questo - a me sembra - l'aspetto più crudele della caduta di Icaro.

Per fortuna, però, c'è chi si rifiuta di apprendere la lezione di Icaro o che nega che vi sia, una lezione da trarre. Fu così che duecento anni fa, sul giornale Schwäbischer Merkur... ma questa è un'altra storia che continuerà in un nuovo post. Questo era destinato a rimanere in sospeso, a mezz'aria, nel momento in cui Icaro spicca il volo e ci crede ancora, di poter volare. Nell'intervallo, un paesaggio che ritrae la caduta di Icaro.

(Se la miniselezione degli Icari dovesse sembrare eccessiva, si pensi che il solo dipinto di Bruegel ha ispirato almeno:
Richard Anders: Musées royaux des Beaux-Arts, Preußische Zimmer, 1975
Robert Anker: Kleine Geschichte des historischen Materialismus. De val van Icarus, Gedichten, 1981; Landschap met de val van Icarus, Van het balkonm, 1983
Erich Arendt: Pieter Bruegel III, Aus fünf jahrzehnten, 1968
Wystan Hugh Auden: Musée des Beaux Arts, 1938 
Mary Jo Bang: Landscape with the Fall of Icarus, The New Yorker, 12 March 2007
Gottfried Benn, Da fiel uns Ikarus vor die Füße, Gesammelte Werke, 1975; Ikarus, Gesammelte Werke, 1975
Ulrich Berkes: Sturz des Ikarus, Ikarus über der Stadt. Prosagedichte, 1976; Warum Ikarus
Wolf Biermann: Der Sturz des Dädalus,  1992; à la lanterne! à la lanterne!, Der Sturz des Dädalus, 1992
Friedrich Bischoff: Der Sturz des Ikarus, 1966
Bertolt Brecht, Verfremdungseffekt in den Erzählenden Bildern des Älteren Bruegel, 1957
Hans Cohn, Ikarus, Gedichte, 1964
Allan Curnow: The Fall of Icarus, Collected Poems, 1974
Heinz Czechowski: Landschaft mit Sturz des Ikarus 
Alexander Fhares: Ikarus, 1972
Наталья Горбаневская (Natal'ja Gorbanevskaja), Падение Икара, 13 восьмистиший и еще 67 стихотворений, 2000
Jarosław Iwaszkiewicz: Ikar, 1954
Michael Hamburger: Lines on Bruegel's Icarus
Stephan Hermlin: Landschaft mit dem Sturz des Ikarus, Gedichte und Nachdichtungen, 1990
Marie Luise Kaschnitz: Wohin denn ich, Aufzeichnungen, 1963
Théodore Koenig, A Pierre Brueghel, La métamorose, 1980
Gisbert Kranz: Bruegel
Rai'ssa Maritain: La chute d'Icare,  Lettre de nuit, 1939
Thomas Rosenlöcher: Bruegels Ikarus
Willy Spillebeen, Geen ploeg staat stil, Gedichten 1959-1973. Een teken van leven, 1973
Cornelia Stach, A Poem obliquely about Bruegel's Icarus, Beloit Poetry Journal 30/4, 1980
Albert Verwey: Bruegels Ikarus, Oorspronkelijk dichtwerk, 1938
William Carlos Williams: Landscape with the Fall of Icarus, Pictures from Bruegel and other poems: collected poems, 1950-1962.
Albin Zollinger: Bruegel: Ikaros, Belege. Gedichte aus der deutsch-sprachigen Schweiz seit 1900, 1978)


(1)
Nel detto anno 1345, del mese di gennaio, fallirono quegli della compagnia de' Bardi, i quali erano stati i maggiori mercatanti d'Italia. E la cagione fu ch'eglino aveano messo, come feciono i Peruzzi, il loro e l'altrui nel re Adoardo d'Inghilterra e in quello di Cicilia: che si trovarono i Bardi dovere avere dal re d'Inghilterra, tra di capitale e di riguardi e doni impromessi per lui, più di novecentomila fiorini d'oro, e per la sua guerra col re di Francia non gli potea pagare; e da quello di Cicilia doveano avere da centomila fiorini d'oro. E' Peruzzi doveano avere dal re d'Inghilterra da seicentomila fiorini d'oro e da quello di Cicilia da centomila fiorini d'oro: onde convenne che fallissono a' cittadini e forestieri a cui dovieno dare, solo i Bardi più di cinquecentocinquantamila fiorini d'oro.
Onde molte altre compagnie minori e singulari persone, ch'aveano il loro nelle mani de' Bardi e de' Peruzzi e negli altri falliti, ne rimasono diserti: e tali per questa cagione fallirono. Per lo quale fallimento de' Bardi e de' Peruzzi e degli Acciaiuoli e Bonaccorsi e Cocchi e Antellesi e Corsini e que' da Uzzano e Perendoli e più altre piccole compagnie e singulari artefici che fallirono in questi tempi e prima, e per gl'incarichi del comune, e per le disordinate prestanze fatte a' sopradetti signori, onde addietro è fatta menzione, ma però non di tutti, che troppo sono a contare, fu alla nostra città di Firenze maggiore ruina e sconfitta che nulla che mai avesse il nostro comune(2), se consideri bene, o lettore, il dannaggio di tanta perdita di tesoro e pecunia perduta per li nostri cittadini e messa per avarizia di guadagnare nelle mani de' re e de' signori.
Croniche di Giovanni, Matteo e Filippo Villani. Secondo le migliori stampe e corredate di note filologiche e storiche, Sezione letterario-artistica del Lloyd austriaco, Trieste, 1857, Capitolo LV, Del fallimento della grande e possente compagnia de' Bardi di Firenze, pag. 476.
(2)
"maggiore ruina e sconfitta che nulla che mai avesse il nostro comune": di lì a tre anni arrivò la peste.
(3)
Salvo i nomi russi, il nome francese, qualche virgola ed il genere di un articolo determinativo, su cui non ho potuto proprio fare a meno di intervenire.
(4)
Nel triste mese di novembre, scriveva già Heine proprio nella Fiaba d'inverno. Il 9, in particolare, è una calamita di eventi tedeschi. In Germania è chiamato Schicksaltag (giorno del destino):
9 novembre 1848: esecuzione di Robert Blum
9 novembre 1918: rivoluzione di novembre
8-9 novembre 1923: Putsch di Hitler
9-10 novembre 1938: notte dei cristalli
9 novembre 1989: apertura del muro
(cui a me piace aggiungere il 9 novembre 2006: morte di Markus Wolf ("Mischa"))
(5)
È noto che anche Ginsberg, nel corso della sua prima visita a Berlino del 1976, gli fece una foto davanti all'odiata aquila: è la foto che appare sulla copertina del libro di Biermann del 1978. Tuttavia, non era stata quella la prima volta che Biermann si era fatto fotografare con le ali di ghisa.




1975, foto di Roger Melis
(6)
er august stramm
sehr verkürzt hat
das deutsche gedicht

ihn august stramm
verkürzt hat
der erste weltkrieg

wir haben da
etwas länger gehabt
um geschwätzig zu sein

Ernst Jandl

lui, august stramm,
ha accorciato molto
la poesia tedesca

a lui, august stramm,
l'ha accorciato
la prima guerra mondiale

noi abbiamo
avuto un po' più di tempo
per essere loquaci
(7)
A questo proposito, Umberto Saba aveva ritenuto di trovare, tra le cause delle magagne italiane, la mancanza di una rivoluzione, che deve per forza passare per un parricidio, mentre Roma fu fondata in seguito ad un fratricidio, cui ne seguirono altri ("Romolo e Remo, Ferruccio e Maramaldo, Mussolini e i socialisti, Badoglio e Graziani"). "Gli italiani sono l'unico popolo, credo" - scrisse Saba - "che abbiano alla base della loro storia o della loro leggenda un fratricidio. Ed è solo col parricidio, con l'uccisione del vecchio cioè, che s'inizia una rivoluzione. Gli italiani vogliono darsi al padre ed avere da lui, in cambio, il permesso di uccidere gli altri fratelli". È una citazione che si trova ripresa da molti, incluso Carlo Levi, che ricordava il valore simbolico dei termini in questione (come a dire: bambini, non provate a rifarlo a casa). Quando la trovo, anche adesso che l'ho appena ricopiata anch'io, mi sembra di intravvedere la sua pipa sulla scena di un teatro e me stessa mentre cerco di infilarmi nella buca del suggeritore per dirgli: "Ma Umberto, e Caino e Abele?" Ma la buca, purtroppo, è difficilmente accessibile e quando finalmente riesco ad introdurmici, la pipa non c'è più.