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martedì 1 marzo 2022

« La guerre en Ukraine, non, ce n’est pas la Russie qui la fait mais les chars de Poutine »

Je ne suis retourné en Tchécoslovaquie qu’une seule fois de ma vie, en 1977. Cette année-là, mes parents avaient décidé d’y passer un mois entier, à Prague, puis à la campagne, chez des amis russo-tchèques, Frantichek et Natacha, en Moravie. Et je me souviens de la façon dont les gens se retournaient sur nous, avec froideur, avec colère, quand ils nous entendaient parler russe. Je parlais français avec mon père – tout était sourire, gentillesse. J’avais le malheur de dire un mot en russe à ma mère et plus rien n’existait, qu’une haine froide, résignée. Et je me sentais coupable sans l’être, coupable de partager la langue de ces gens qui avaient délibérément tué l’espoir. Je n’ai jamais voulu retourner à Prague, à cause de ça, et c’est le même sentiment qui me revient aujourd’hui, de honte et d’amertume impuissantes.

André Markowicz, Le Monde, 1 mars 2022

La guerra in Ucraina, no, non è la Russia che la fa, ma i carri di Putin 

Sono ritornato in Cecoslovacchia una sola volta in vita mia, nel 1977. Quell'anno, i miei genitori avevano deciso di passarvi un mese intero, prima a Praga, poi in campagna, da degli amici russo-cechi, František et Nataša, in Moravia. E mi ricordo del modo in cui la gente si voltava verso di noi, con freddezza, con rabbia, quando ci sentiva parlare russo. Quando parlavo francese con mio padre, era tutto un sorriso e una gentilezza. Se per caso mi scappava una parola in russo con mia madre, non c'era altro che odio freddo, rassegnato. E mi sentivo colpevole senza esserlo, colpevole di condividere la lingua delle persone che avevano deliberatamente ucciso la speranza. Non ho mai voluto ritornare a Praga per questo motivo, ed è lo stesso sentimento che riaffiora oggi, di vergogna e di amarezza impotenti.

André Markowicz, nato a Praga da madre russa, ha tradotto in francese l'opera omnia narrativa di Dostoevskij e, con Françoise Morvan, "Il maestro e Margherita" di Michail Bulgakov.

venerdì 2 gennaio 2015

Lieber Felix - gestern wollte ich euch zum neuen Jahr glückwünschen

An Felix Weltsch
(Postkarte. Prag, Stempel: 2. I.1917)

Lieber Felix - gestern wollte ich euch zum neuen Jahr glückwünschen, aber es ging nicht. Ich sah Dich so friedlich, tief in Ruhe, lesen, dann sogar die Mappe öffnen, Papier herausnehmen und schreiben, daß es für mich gar keine Frage war, daß ich Dich nicht stören dürfe. Allerdings stand neben Dir eine Tasse und die Tür zum beleuchteten Wohnzimmer war halb offen - ich sagte mir also, falls Du Dich stärker mit der Tasse zu beschäftigen anfängst oder falls Deine Frau hereinkommt, dann dürfe auch ich vielleicht kommen. Das war aber ein Irrtum. - Denn als schließlich Deine Frau hereinkam, und Du, mit gutem Appetit in etwas hineinbeißendend, mit ihr zu sprechen anfingst, schämte ich mich natürlich weiter zuzuschauen, konnte deshalb nicht feststellen, ob die Arbeitsunterbrechung eine längere war und ging deshalb. Nächstens.
Viele Grüße. Übrigens gute Zeitungsnachrichten.
Franz


A Felix Weltsch
(Cartolina. Praga, timbro: 2.1.1917)

Caro Felix - ieri avrei voluto farvi gli auguri di buon anno, ma non mi è riuscito. Ti ho visto leggere così tranquillo, così serafico, e poi persino aprire la cartella, estrarne della carta e scrivere, che non mi sono sentito in alcun diritto di disturbarti. Certamente vicino a te c'era una tazza e la porta che dava sulla sala illuminata era mezza aperta, per cui mi sono detto che se avessi iniziato a occuparti più seriamente della tazza o se tua moglie fosse entrata, allora forse avrei potuto venire anch'io. Tuttavia l'ipotesi era sbagliata, perché quando infine tua moglie è effettivamente entrata e tu, addentando qualcosa con appetito, hai iniziato a parlare con lei, mi sono naturalmente vergognato di continuare a guardare, tanto da non poter stabilire se l'interruzione del lavoro fosse stata un'interruzione lunga, per cui me ne sono andato. Sarà per la prossima volta.
Tanti saluti. A proposito, buone notizie nei giornali.
Franz

giovedì 23 maggio 2013

Das that ich am 4. September 1900

Wie viele Worte in dem Buche stehn! Erinnern sollen sie! Als ob Worte erinnern könnten! Denn Worte sind schlechte Bergsteiger und schlechte Bergmänner. Sie holen nicht die Schätze von den Bergeshöhn und nicht die von den Bergestiefen! Aber es gibt ein lebendiges Gedenken, das über alles Erinnerungwerte sanft hinfuhr wie mit kosender Hand. Und wenn aus dieser Asche die Lohe aufsteigt, glühend und heiß, gewaltig und stark und Du hineinstarrst, wie vom magischen Zauber gebannt, dann --- Aber in dieses keusche Gedenken, da kann man sich nicht hineinschreiben mit ungeschickter Hand und grobem Handwerkszeug, das kann man nur in diese weißen, anspruchslosen Blätter. Das that ich am 4. September 1900.


Quante parole stanno nel libro! Dovrebbero servire a ricordare! Come se le parole potessero ricordare! Perché le parole sono cattivi alpinisti e cattivi minatori. Non estraggono i tesori dalle cime delle montagne e nemmeno quelli dalle loro viscere! Ma c'è una memoria viva che su tutto quello che è meritevole di ricordo vi conduce delicatamente come la carezza di una mano. E se da questa cenere si leva la fiamma, ardente e calda, intensa e forte, e vi osservi bene dentro come ammaliata da un incantesimo magico, allora - Ma dentro questa casta memoria non si può scrivere con mano maldestra e rudi attrezzi, lo si può fare solo su questi fogli bianchi, senza pretese. Questo l'ho fatto il 4 settembre 1900. 

Dedica nell'album di Selma Kohn. Kafka, nelle sere d'estate di quell'anno, le leggeva Nietzsche su una panchina, a lume di candela, sotto una quercia del giardino di Selma, in cima ad una collina di Roztoky con vista sulla Moldava. 

domenica 30 dicembre 2012

Ich weiß nicht/Non so

Seit August gearbeitet, im allgemeinen nicht wenig und nicht schlecht, aber weder in ersterer noch in letzterer Hinsicht bis an die Grenzen meiner Fähigkeit, wie es hätte sein müssen, besonders, da meine Fähigkeit aller Voraussicht nach (Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Herzschwäche) nicht mehr lange andauern wird. Geschrieben an Unfertigem: ›Der Prozeß‹, ›Erinnerungen an die Kaldabahn‹, ›Der Dorfschullehrer‹, ›Der Unterstaatsanwalt‹ und kleinere Anfänge. An Fertigem nur: ›In der Strafkolonie‹ und ein Kapitel des ›Verschollenen‹, beides während des vierzehntägigen Urlaubs. Ich weiß nicht, warum ich diese Übersicht mache, es entspricht mir gar nicht!
31. Dezember 1914 
 
 
Da agosto lavorato, in complesso non poco e non male, ma in nessun caso fino ai limiti della mia capacità, come sarebbe dovuto essere, specialmente considerato che la mia capacità, secondo tutte le previsioni (insonnia, mal di testa, insufficienza cardiaca), non durerà più a lungo. Scritto opere senza finirle: Il processo, Ricordando la ferrovia di Kalda, Il maestro del villaggio, Il sostituto procuratore ed altri inizi più brevi. Completato solo Nella colonia penale ed un capitolo del Disperso, entrambi durante le due settimane di ferie. Non so perché stia a fare questa carrellata: non mi corrisponde per niente!

domenica 9 dicembre 2012

die Welt ist nicht geheizt

Die Anstalt ist für mich ein Federbett, so schwer wie warm. Wenn ich hinauskriechen würde, käme ich sofort in die Gefahr mich zu verkühlen, die Welt ist nicht geheizt.

Aus einem Brief an Ottla, 9. März 1921 


L'Istituto [di assicurazione] per me è un piumino, tanto pesante quanto caldo. Se ne uscissi, correrei subito il rischio di raffreddarmi. Il mondo non è riscaldato.

Da una lettera a Ottla, 9 marzo 1921

martedì 25 settembre 2012

Altneu-Synagoge gestern

1. Oktober. Altneu-Synagoge gestern. Kol Nidre. Gedämpftes Börsengemurmel. Im Vorraum Büchse mit der Aufschrift: »Milde Gaben im stillen besänftigen den Unwillen.« Kirchenmäßiges Innere. Drei fromme, offenbar östliche Juden. In Socken. Über das Gebetbuch gebeugt, den Gebetmantel über den Kopf gezogen, möglichst klein geworden. Zwei weinen, nur vom Feiertag gerührt? Einer hat vielleicht nur wehe Augen, an die er das noch gefaltete Sacktuch flüchtig legt, um das Gesicht gleich wieder nahe an den Text zu halten. Nicht eigentlich oder hauptsächlich wird das Wort gesungen, aber hinter dem Wort her werden Arabesken gezogen aus dem haardünn weitergesponnenen Wort. Der kleine Junge, der ohne die geringste Vorstellung des Ganzen und ohne Orientierungsmöglichkeit, den Lärm in den Ohren, sich zwischen den gedrängten Leuten hinschiebt und geschoben wird. Der scheinbare Kommis, der sich beim Beten rasch schüttelt, was nur als Versuch einer möglichst starken, wenn auch vielleicht unverständlichen Betonung jedes Wortes zu verstehen ist, wobei die Stimme geschont wird, die überdies in dem Lärm eine klare große Betonung nicht zustande brächte. Die Familie des Bordellbesitzers. In der Pinkassynagoge war ich unvergleichlich stärker vom Judentum hergenommen.
Im B. Šuha vorvorgestern. Die eine, Jüdin mit schmalem Gesicht, besser: das in ein schmales Kinn verläuft, aber von einer ausgedehnt welligen Frisur ins Breite geschüttelt wird. Die drei kleinen Türen, die aus dem Innern des Gebäudes in den Salon fuhren. Die Gäste wie in einer Wachtstube auf der Bühne. Getränke auf dem Tisch werden ja kaum angerührt. Die Flachgesichtige im eckigen Kleid, das erst tief unten in einem Saum sich zu bewegen anfängt. Einige hier angezogen wie die Marionetten für Kindertheater, wie man sie auf dem Christmarkt verkauft, das heißt mit Rüschen und Gold beklebt und lose benäht, so daß man sie mit einem Zug abtrennen kann und daß sie einem dann in den Fingern zerfallen. Die Wirtin mit dem mattblonden, aber zweifellos ekelhaften Unterlagen straff gezogenen Haar, mit der scharf niedergehenden Nase, deren Richtung in irgendeiner geometrischen Beziehung zu den hängenden Brüsten und dem steifgehaltenen Bauch steht, klagt über Kopfschmerzen, die dadurch verursacht sind, daß heute, Samstag, ein so großer Rummel und nichts daran ist.
Zu Kubin: Die Geschichte von Hamsun ist verdächtig. Solche Geschichten könnte man aus seinen Werken zu Tausenden als erlebt erzählen.
Zu Goethe: »Erregte Ideen« sind bloß die Ideen, die der Rheinfall erregt. Man sieht das aus einem Brief an Schiller. – Die vereinzelte Augenblicksbeobachtung »Kastagnettenrhythmus der Kinder in Holzschuhen« hat eine solche Wirkung gemacht, ist so allgemein angenommen, daß es undenkbar ist, daß jemand, wenn er auch diese Bemerkung niemals gelesen hätte, diese Beobachtung als eigene Originalidee fühlen könnte.

Kafka, Tagebücher, 1. Oktober 1911


1° ottobre. Sinagoga Staronová, ieri. Kol Nidré. Attenuato vocio da borsa. Nell'antisala, bossolo per la questua con la scritta: »Modeste offerte in silenzio placano l'indignazione.« Interno similchiesa. Tre ebrei devoti, evidentemente orientali. In calze. Chini sul libro delle preghiere, lo scialle per la preghiera tirato sulla testa, rimpicciolitisi al massimo. Due piangono, commossi solo dal giorno di festa? Uno ha forse solo gli occhi doloranti, su cui si passa velocemente il fazzoletto senza spiegarlo, per poi riavvicinare subito il viso al testo. La parola non è in realtà cantata, o almeno non principalmente, ma dopo la parola si traggono arabeschi dalla parola filata di continuo, della finezza di un capello. Il ragazzo che, senza la minima idea dell'insieme e senza possibilità di orientarsi, con il rumore nelle orecchie che si ritrova, si infila tra la folla gremita ed è spinto a destra e a sinistra. Quello che sembra un commesso, che pregando si agita molto, il che va inteso solo come un tentativo di accentuare il più possibile, per quanto forse in modo incomprensibile, l'intonazione di ogni parola, risparmiando la voce, che fra l'altro in quel rumore non ce la farebbe mai a raggiungere una chiara e forte intonazione. La famiglia del proprietario del bordello. Nella sinagoga Pinkas ero preso dall'ebraismo in modo incomparabilmente più forte.
Nel b. (bordello, ndt) Šuha, due giorni fa. Una, ebrea dal viso sottile o, meglio, che finisce con un mento sottile, per quanto scosso da una larga pettinatura ad onde, che lo allarga. Le tre piccole porte, che dall'interno dell'edificio danno nel salone. Gli ospiti come in un corpo di guardia sul palcoscenico. Delle bevande sul tavolo vengono a malapena toccate. Quella dal viso piatto nell'abito squadrato, che si comincia a muovere appena in fondo, all'altezza dell'orlo. Alcune, qui, vestite come le marionette per il teatro per bambini, come quelle che si comprano al mercatino di Natale, cioè con attaccati froufrous e oro, cuciti con qualche punto appena, in modo da poterli togliere, tirandoli, e da disfarli tra le dita. La tenutaria dai capelli biondo opaco, ma senza dubbio ributtanti, tirati su, appiccicati, con il naso decisamente pendente in giù, la cui direzione si trova in un qualche rapporto geometrico con i seni penduli e con la pancia tirata, si lamenta per i dolori alla testa causati dal fatto che oggi, sabato, c'è tanto casino ma non se ne cava niente.
Per quanto riguarda Kubin: la storia di Hamsun è sospetta. Di tali storie se ne potrebbero raccontare a migliaia, dalle sue opere, come se fossero vissute.
Per quanto riguarda Goethe: »Idee agitate« sono solo le idee che la cascata del Reno agita. Lo si vede da una lettera a Schiller. – L'isolata osservazione dell'attimo »ritmo di nacchere dei bambini con gli zoccoli« ha sortito un tale effetto, è diventata così generale, che è inconcepibile che qualcuno, anche se non avesse mai letto questa osservazione, la possa percepire come una propria idea originale.

sabato 8 settembre 2012

In un sabato di settembre

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gieb ihnen noch zwei südlichere Tage,
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke, Das Buch der Bilder

Per persone serie
Giorno d'autunno, traduzione di Giaime Pintor.

Per persone meno serie
In questo sabato di settembre, all'insegna del frammento di Benjamin Über die Doppelbedeutung von »temps« im Französischen (sul doppio significato di "temps" in francese), che mi suggerisce una ricchezza nella povertà e non un'insanabile carenza del francese e dell'italiano, come invece tendevo a pensare io, rispetto a Zeit e Wetter della lingua di Benjamin, nell'attesa che arrivi l'unica cosa che possa arrestare i naufragi nel Mediterraneo: il cattivo tempo, mi sono messa a srotolare pentametri, perché sarebbe proprio ora, caro tempo, che dopo il caldo dell'estate lasciassi stendere le tue ombre sulle meridiane e dessi finalmente libero spazio al vento di lisciare l'erba delle campagne. Si tratta, in fondo, di compiere solo qualche minimo gesto ancora: rendere rotondi i frutti tardivi, dar loro ancora un paio di giorni sereni fino a farli maturare appieno e trasfondere nel vino denso l'ultimo residuo di dolcezza. Chi ora è senza casa, non se la costruirà più. Chi ora è solo, a lungo solo dovrà restare, aspettare il sonno, leggere, scrivere interminabili lettere e vagare inquieto per le strade quando sarà per le foglie il tempo di provare a spiccare il volo, prima di cadere.

Ho notato che inizia per Herr. 

martedì 22 maggio 2012

Meno tranchant


Los escritores que le viven
buscando cuatro patas
al triángulo y luego dicen
que no les importa la política
deberían cortarse los cojones
y echárselos a los cochinos.

Víctor Valera Mora
Juego limpio, 70 poemas stalinistas, 1979


Non so se Valera Mora avesse pensato di estendere il proprio intransigente anatema, tra gli altri, anche a Rilke.

Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn, 
wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören, 
und ohne Füße kann ich zu dir gehen, 
und ohne Mund noch kann ich dich beschwören. 
Brich mir die Arme ab, ich fasse dich 
mit meinem Herzen wie mit einer Hand, 
halt mir das Herz zu, und mein Hirn wird schlagen, 
und wirfst du in mein Hirn den Brand, 
so werd ich dich auf meinem Blute tragen.

Rainer Maria Rilke
Das Stunden-Buch, 1899

Fatto sta che ero lì che avevo cominciato a tradurre Rilke a modo mio:

Anche se mi spegni gli occhi, posso ancora vederti,
anche se mi tappi le orecchie, posso ancora sentirti,
e anche senza piedi posso raggiungerti...

quando mi è venuto in mente che proprio in una poesia di Valera Mora si trovano in controluce i versi di Rilke, seppur nella chiave politica che gli era propria: per convinzione ed inclinazione, certamente, ma anche per poter dedicare un tributo a Rilke senza rischiare le palle, mi vien da pensare, e forse prefiggersi di essere un po' meno tranchant.

A los montes me voy, me voy completo
y espero regresar de igual manera. 

Si me cortan las piernas y las manos
asiré el caminar con los anhelos.

Si me arrancan los ojos y la lengua
nueva guitarra agitará banderas.

Si me quitan la tierra donde piso,
yo vengo desde un río de asperezas
qué antes me llevó y ahora me lleva.  

Si me tapan los oídos con que oigo
a mis hermanos pálidos y hambrientos,
hablaré seriamente con el aire
para que se abra paso hasta los sesos.

Y si una bala loca se enamora
de mis sienes violentas,
yo seguiré pensando con los huesos.

Me voy a despeñar sobre los crueles
que han hecho de la patria un agujero
y si no asiste el pecho a la camisa
y me matan de muerte sin lucero,
esperadme, os los pido caminando,
que yo regresaré como los pueblos
cantando y más cantando y más cantando.

Víctor Valera Mora
Canción del soldado justo, 1961

PS... e anche senza bocca posso invocarti.
Spezzami le braccia, ti afferrerò
col cuore e con le mani,
fermami il cuore, e mi batterà il cervello,
e se darai il mio cervello alle fiamme,
allora ti porterò nel sangue.

domenica 29 gennaio 2012

La finèstra/A janela/La fenêtre (sogni/sonhos/rêves)

Loos m’affirmait un jour : « Un homme cultivé ne regarde pas par la fenêtre ; sa fenêtre est en verre dépoli ; elle n’est là que pour donner de la lumière, non pour laisser passer le regard »
Le Corbusier, L’Urbanisme, 1925

La finèstra

Dalvólti la véita
la dventa una finèstra
sal ròbi ch’al sta dlà
cumè ti sógn:
un pan che zócla te vent,
un fiòur, una ragaza
e cla luce biènca de mònd
dòu t’a n’i sii.

Nino Pedretti

A volte la vita
diventa una finestra
con le cose che stanno al di là
come nei sogni:
un panno che ciondola al vento
un fiore, una ragazza
e quella luce bianca del mondo
dove tu non ci sei.

*

Não basta abrir a janela

Não basta abrir a janela
Para ver os campos e o rio.
Não é bastante não ser cego
Para ver as árvores e as flores.
É preciso também não ter filosofia nenhuma.
Com filosofia não há árvores: há ideias apenas.
Há só cada um de nós, como uma cave.
Há só uma janela fechada, e todo o mundo lá fora;
E um sonho do que se poderia ver se a janela se abrisse,
Que nunca é o que se vê quando se abre a janela.

Alberto Caeiro

Non basta aprire la finestra

Non basta aprire la finestra
per vedere i campi e il fiume.
Non basta non essere ciechi
per vedere gli alberi e i fiori.
Bisogna anche non avere alcuna filosofia.
Con la filosofia non ci sono alberi: ci sono a malapena idee.
C'è solo ciascuno di noi, come una caverna.
C'è solo una finestra chiusa, e tutto il mondo là fuori;
e un sogno di quello che si potrebbe vedere se la finestra si aprisse,
che mai è quello che si vede quando si apre la finestra.

*

Tu me proposes, fenêtre étrange, d'attendre ;
déjà presque bouge ton rideau beige.
Devrais-je, ô fenêtre, à ton invite me rendre ?
Ou me défendre, fenêtre ? Qui attendrais-je ?

Ne suis-je intact, avec cette vie qui écoute,
avec ce coeur tout plein de la perte complète ?
Avec cette route qui passe devant, et le doute
que tu puisses donner ce trop dont le rêve m'arrête ?

Rainer Maria Rilke

Mi proponi, finestra misteriosa, di aspettare;
già quasi si scosta la tua tenda beige.
Dovrei, finestra, arrendermi al tuo invito?
O difendermi, finestra? E aspettare chi?

Non sono intatto, con questa vita in ascolto,
con questo cuore colmo della perdita completa?
Con questa strada che passa davanti, e il dubbio
che tu mi prenda in troppo grande sogno?

sabato 28 gennaio 2012

Il verso dell'ananas


Le poesie o i pezzi di Kafka o qualche sprazzo di un po' di tutte 'e cose muffe possono stancare, così come ci si può stancare a cercare le sfumature di significato tra "l'immigrazione scelta" del Presidente francese uscente e "l'immigrazione intelligente" del Candidato favorito o, più in generale, della campagna elettorale in corso ancora prima che entri nel vivo, posto che mai lo faccia. Oggi, quindi, si cambia: un accenno di poesia finlandese e Kafka. 

Kaurismäki, nonostante tutti i segnali ostili dell'Europa presente, non si stanca, se non di sperare, almeno di provare a dare un possibile volto alla speranza. Nel suo Le Havre, due amiche in visita da Arletty, gravemente ammalata in un letto d'ospedale, le leggono i racconti di Kafka. Nel film, vengono seguite in particolare nel momento in cui la lettura arriva alla fine di Kinder auf der Landstraße, purtroppo - lo dico a margine - sacrificando l'effetto bonus che avrebbe suscitato una storia di bambini ipercinetici di fronte all'immobilità forzata di Arletty. La precisione con cui il racconto cinematografico è reso in alcuni suoi dettagli è però rivelatrice della dimensione del sogno, proprio come in Kafka. La realtà non è mai precisa e netta, come insegnano le sfumature delle politiche dell'immigrazione e molte altre sfocature.


»Dort sind Leute! Denkt euch, die schlafen nicht!«
»Und warum denn nicht?«
»Weil sie nicht müde werden.«
»Und warum denn nicht?«
»Weil sie Narren sind.«
»Werden denn Narren nicht müde?«
»Wie könnten Narren müde werden!«

»C'è della gente laggiù, pensate, che non dorme!«
»E perché mai?«
»Perché non si stanca.«
»E perché mai?«
»Perché è pazza.«
»E i pazzi non si stancano?«
»Come potrebbero mai stancarsi?«

domenica 1 gennaio 2012

Dem Neuen Jahr die Stehlampe entgegenhalten

Prag, 1. Januar 1917

Zuerst: Glückliches Neues Jahr allseits. Dann bitte Ottla kauf mir das Montagsblatt und die Karte zum Recitationsnachmittag Wüllner (Beamtensorge: Den Abonnenten bleibt das Bezugsrecht für ihre Plätze bis Dienstag gewährt. Ist es also nicht vorteilhafter die Karte erst Mittwoch zu kaufen?)
Wegen der Lebensmittel bemühe Dich nicht zu sehr. Ich habe jeden Abend mehr als ich aufessen kann. Nur der geistige Vorappetit ist so ungeheuer. - Sylvester habe ich gefeiert, indem ich aufgestanden bin und dem Neuen Jahr die Stehlampe entgegengehalten habe. Feurigeres kann niemand im Glase haben.

Franz


Praga, 1 gennaio 1917

Prima di tutto: Felice Anno Nuovo a tutti. Poi ti prego, Ottla, di comprarmi il Montagsblatt e il biglietto per il pomeriggio recitante di Wüllner (preoccupazione da impiegato: agli abbonati rimane garantito il diritto di opzione per i posti fino a martedì. Non sarebbe quindi più vantaggioso comprare il biglietto appena mercoledì?)
Per il cibo non ti incomodare troppo. Ogni sera ho più di quel che riesco a mangiare. Solo il preappetito intellettuale è enorme. - Ho festeggiato San Silvestro alzandomi e opponendo al Nuovo Anno la lampada a stelo. Nessuno può avere niente di più ardente nel bicchiere.

Franz

La recita di Ludwig Wüllner, che comprendeva una lettura di Omero di cui diede conto il Prager Tagblatt dell'8 gennaio, ebbe luogo il 7 gennaio. Nei panni di un cantore omerico lo si può solo provare ad immaginare. Probabilmente in uno stile non propriamente sobrio.
Facendo gli auguri a tutti, Kafka pensa alla cugina Irma e a Růženka Wettenglová, le amiche più care di sua sorella Ottla.

domenica 25 dicembre 2011

What startled everybody about the carpet bombing of Hanoi*

Mit Langer: Er kann Maxens Buch erst in 13 Tagen lesen. Weihnachten hätte er es lesen können, da man nach einem alten Brauch Weihnachten nicht Tora lesen darf (ein Rabbi zerschnitt an diesem Abend immer das Closetpapier für das ganze Jahr) diesmal aber fiel Weihnachten auf Samstag. In 13 Tagen aber ist russische Weihnacht, da wird er lesen. Mit schöner Literatur oder sonstigem weltlichen Wissen soll man nach mittelalterlicher Tradition erst vom 70ten Jahr, nach einer mildern Ansicht erst vom 40. Jahr sich beschäftigen. Medizin war die einzige Wissenschaft, mit der man sich beschäftigen durfte. Heute auch mit ihr nicht, da sie jetzt zu sehr mit den andern Wissenschaften verknüpft ist. - Auf dem Kloset darf man nicht an die Tora denken, daher darf man dort weltliche Bücher lesen. Ein sehr frommer Prager, ein gewisser Kornfeld, wußte viel Weltliches, er hat alles auf dem Kloset studiert.

Tagebuch, 25. Dezember 1915, Samstag


Con Langer: può leggere il libro di Max soltanto fra 13 giorni. A Natale avrebbe potuto leggerlo perché, secondo un'antica usanza, a Natale non è lecito leggere la Torah (un rabbi, la sera di Natale, tagliava sempre la carta igienica per tutto l'anno), ma questa volta Natale cadeva di sabato. Fra 13 giorni ci sarà però il Natale russo, e allora si metterà a leggere. Secondo la tradizione medioevale, ci si dovrebbe occupare di letteratura o di altre scienze profane solo al compimento del settantesimo anno; secondo un'opinione più moderata, soltanto dai quarant'anni in poi. La medicina era l'unica scienza di cui fosse lecito occuparsi. Oggi neanche di questa, perché è troppo collegata alle altre scienze. - Al gabinetto non è lecito pensare alla Torah, per cui vi si possono leggere libri profani. Un certo Kornfeld, un praghese molto devoto, sapeva molte cose profane: ha studiato tutto al gabinetto.

*What startled everybody about the carpet bombing of Hanoi wasn't the bombing; it was that it took place at Christmas. That's what everybody was outraged about. (Quello che scioccò del bombardamento a tappeto di Hanoi non fu il bombardamento: fu il fatto che avvenne a Natale. Fu questo a provocare l'indignazione universale) - Kurt Vonnegut, William Rodney Allen, Conversations with Kurt Vonnegut, Univ. Press of Mississippi, 1988


domenica 2 ottobre 2011

Der Träume Herr

È noto che Kafka andava spesso a teatro e al cinema. Forse ha visto Nosferatu. Forse. Non sono riuscita a trovarne alcuna conferma definitiva, tra gli scritti di Kafka, che nei diari nomina dei film, ma non quello. Però ho trovato che il film, a Praga, sarebbe stato proiettato per la prima volta il 27 gennaio del 1923 in una sala del Café Louvre, e che è forse della fine dello stesso anno un frammento che forse potrebbe rappresentare un residuo del film nell'anima di Kafka.
Quante incertezze: condivido anche queste.

Der Träume Herr, der große Isachar, saß vor dem Spiegel, den Rücken eng an dessen Fläche, den Kopf weit zurückgebeugt und tief in den Spiegel versenkt. Da kam Hermana, der Herr der Dämmerung, und tauchte in Isachars Brust, bis er ganz in ihr verschwand.


Il signore dei sogni, il grande Isachar, stava seduto davanti allo specchio, la schiena aderente alla sua superficie, la testa completamente piegata all’indietro e profondamente immersa nello specchio. Allora venne Hermana, il signore del crepuscolo, e si tuffò nel petto di Isachar fino a scomparirvi del tutto.

Dicembre 1923?, Frammenti da quaderni e fogli sparsi

Dizionario di tutte 'e cose - Il contrario di Impazienza

Arno Fischer (1927-2011), 1988
Zehn Deutsche sind natürlich dümmer als fünf Deutsche.
Heiner Müller, Wochenpost, 1991
(Dieci tedeschi sono naturalmente più scemi di cinque tedeschi)


Kafka ha lasciato più volte traccia delle sue riflessioni sull'impazienza. Vi ravvisava la causa prima della cacciata dell'uomo dal Paradiso. 
Es gibt zwei menschliche Hauptsünden, aus welchen sich alle andern ableiten: Ungeduld und Lässigkeit. Wegen der Ungeduld sind sie aus dem Paradiese vertrieben worden, wegen der Lässigkeit kehren sie nicht zurück. Vielleicht aber gibt es nur eine Hauptsünde: die Ungeduld. Wegen der Ungeduld sind sie vertrieben worden, wegen der Ungeduld kehren sie nicht zurück.
Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg, 3 
Ci sono, negli uomini, due peccati capitali, da cui derivano tutti gli altri: l'impazienza e l'ignavia. A causa dell'impazienza sono stati cacciati dal Paradiso, a causa dell'ignavia non vi ritornano. Forse, però, c'è un solo peccato capitale: l'impazienza. A causa dell'impazienza ne sono stati cacciati, a causa dell'impazienza non vi ritornano.
Il contrario di impazienza può essere naturalmente la pazienza, che spesso, però, fa rima con rassegnazione. Preferisco, come suo contrario, l'attesa, e, con essa, lo spazio per la riflessione ed il sogno che l'attesa consente di coltivare. Le foto di Arno Fischer, specie quelle berlinesi degli anni '50, ne traboccano, in modo esplicito e in modo un po' più velato: i berlinesi di Berlino Est in attesa di Chruščëv nell'estate del 1957, quelli assiepati lungo le strade durante le sfilate cittadine o i funerali di Wilhelm Pieck nel 1960, le strade vuote in attesa di un traffico che ne giustifichi l'ampiezza, ma anche la signora di Berlino Ovest, sulla Ku'damm, che aspetta, prima di attraversare la strada, o il signore che guarda fuori dal finestrino di un tram, dietro le cui lenti si può intravvedere forse una dose di delusione ma non priva di una qualche forma di speranza, o, ancora, le persone in osservazione sulle sponde del lago Müritz, in attesa che qualche creatura fantastica emerga dalle sue acque.

Berlino Est, Unter den Linden, 1956

Berlino Est, Giorno della Repubblica, Stalin-Allee 1956

Berlino Est, Friedrichshsain, 1957

Berlino Est, Friedrichshsain, 1957

Berlino Est, Treptow, 1960

Berlino Est, Treptow, 1960

Berlino Est, Strausberger Platz, 1959

Berlino Ovest, Ku'damm, 1959

Berlino Ovest, 1956

Berlino Ovest, Ku'damm, 1957

Müritz, 1956

lunedì 19 settembre 2011

Dann aber sah ich die Musikerhunde

Paolo Conte, Non sense

Dann aber sah ich die Musikerhunde, und von der Zeit an hielt ich es für möglich, kein Vorurteil beschränkte meine Fassungskraft, den unsinnigsten Gerüchten ging ich nach, verfolgte sie, soweit ich konnte, das Unsinnigste erschien mir in diesem unsinnigen Leben wahrscheinlicher als das Sinnvolle und für meine Forschung besonders ergiebig. So auch die Lufthunde.

Franz Kafka, Forschungen eines Hundes, 1922

Poi però vidi i cani musici e da quell'istante lo considerai possibile, nessun pregiudizio limitava la mia capacità di comprendere, correvo dietro alle voci più insensate, le seguivo fin dove mi era possibile, le cose più insensate in questa vita insensata mi sembravano più probabili delle cose sensate e particolarmente utili alla mia ricerca. Così anche i cani aerei.

Franz Kafka, Indagini di un cane, 1922

sabato 3 settembre 2011

Sonnenstreifen

Ein Sonnenstreifen Glückseligkeit.
Kafka, Das dritte Oktavheft

Un'assolata striscia di felicità.
Kafka, Il terzo quaderno in ottavo

Nicola Matteis, Diverse bizzarrie Sopra la Vecchia Sarabanda o pur Ciaccona
Gli Incogniti, Amandine Beyer

Abitava una casetta piuttosto rustica addossata sul retro d'una villa. Accanto alla porta d'entrata c'era un grande alloro verde cupo. E di color verde pino erano dipinte la porta e le persiane. Al pianterreno c'era una grande cucina, pressoché vuota. L'abitazione propriamente detta era al primo piano. E qui ci incontrammo con Virgilio, in una stanza, dove sull'impiantito di mattoni rossi c'era una grande striscia di sole allegro e, nel suo nimbo, due sedie rusticane basse. Non c'era altro. Tutto era serio e silenzioso.
Sopravvenne la Nina: non volle una sedia: leggermente, scioltamente, si afflosciò sul pavimento rosso.

Anna Modena, Virgilio Giotti, Edizioni Studio Tesi, 1992
(Biagio Marin ricorda così il suo primo incontro con Virgilio Giotti, avvenuto a San Felice a Ema, nel 1916 o nel '17. La Nina è Nina Schekotoff, la moglie di Giotti.)

*

Slunghèdi sbavadùri el slèrghen i an
ch'agh's pèinsa in treno a vèder la campagna
o intant ch'as pasa a pê pr'un sugamàn
ed lus stèis a l'incròus, in dóv as bagna
la vòus ed la cuntrèda e a tès luntan
al mènd scandî: e un tèimp stremnê, l'armàgna
o al scapa insèmm al treno e ai pas, al pasa,
però aesè tèndr e astràt ch'a pèr ch'an masa.

Emilio Rentocchini
Otèvi, Garzanti, 1994

Allungate sbavature dilatano gli anni
a cui si pensa in treno a veder la campagna
o mentre si passa a piedi per un asciugamano
di luce steso all'incrocio, dove si bagna
la voce della contrada e tace lontano
il mondo scandito: e un tempo sgranato, rimanga
o fugga insieme al treno e ai passi, passa,
però così tenero e astratto che pare non ammazzi.

mercoledì 10 agosto 2011

Sie hat nach der Post den Telegraphen erfunden, das Telephon, die Funkentelegraphie, das Internet

Wie kam man nur auf den Gedanken, daß Menschen durch Briefe mit einander verkehren können! Man kann an einen fernen Menschen denken und man kann einen nahen Menschen fassen, alles andere geht über Menschenkraft. Briefe schreiben aber heißt, sich vor den Gespenstern entblößen, worauf sie gierig warten. Geschriebene Küsse kommen nicht an ihren Ort, sondern werden von den Gespenstern auf dem Wege ausgetrunken. Durch diese reichliche Nahrung vermehren sie sich ja so unerhört. Die Menschheit fühlt das und kämpft dagegen, sie hat, um möglichst das Gespenstische zwischen den Menschen auszuschalten, und den natürlichen Verkehr, den Frieden der Seelen zu erreichen, die Eisenbahn, das Auto, den Aeroplan erfunden, aber es hilft nichts mehr, es sind offenbar Erfindungen, die schon im Absturz gemacht werden, die Gegenseite ist soviel ruhiger und stärker, sie hat nach der Post den Telegraphen erfunden, das Telephon, die Funkentelegraphie. Die Geister werden nicht verhungern, aber wir werden zugrundegehn.

Brief an Milena Jesenská, Prag, Ende März 1922

Come si è mai arrivati all'idea che gli uomini possano stabilire delle relazioni tramite lettera! Si può pensare ad una persona lontana e si può afferrare una persona vicina, tutto il resto va al di là delle forze umane. D'altra parte, scrivere lettere significa denudarsi davanti agli spettri, che è proprio quello che avidamente attendono. I baci dati per iscritto non giungono a destinazione, sono gli spettri che se li bevono tutti lungo il tragitto. È grazie a questo ricco nutrimento che si moltiplicano in modo inaudito. L'umanità lo avverte e cerca di opporvisi: essa, per tentare di eliminare il potere degli spettri tra gli uomini, e per raggiungere la relazione nella sua naturalezza, e la tranquillità d'animo, ha inventato la ferrovia, l'automobile e l'aereo, ma questo non serve più. Si tratta di invenzioni evidentemente realizzate già durante il crollo; la controparte è molto più calma e più forte. Dopo la posta, l'umanità ha inventato il telegrafo, il telefono, la telegrafia senza fili. Gli spettri non moriranno di fame, ma noi periremo.

Lettera a Milena Jesenská, Praga, fine marzo 1922

domenica 7 agosto 2011

2. August 1914

Deutschland hat Russland den Krieg erklärt. - Nachmittag Schwimmschule.

Kafka, Tagebücher, 2. August 1914

La Germania ha dichiarato guerra alla Russia. - Nel pomeriggio scuola di nuoto.

Kafka, Diari, 2 agosto 1914

mercoledì 20 luglio 2011

So, jetzt kehre ich zu meinen Zahnschmerzen zurück

Prag, 6.2.1914
Mein lieber Max!

Ich sitze zuhause mit Zahnschmerzen und Kopfschmerzen.
[...]
Du hättest Musil meine Adresse gar nicht geben sollen. Was will er? Was kann er, und überhaupt jemand, von mir wollen? Und was kann er von mir haben?
So, jetzt kehre ich zu meinen Zahnschmerzen zurück.
[...]

Franz
(aus einem Brief an Max Brod)

(Robert Musil, der damals Redakteur der Neuen Rundschau war, wollte Kafka als Mitarbeiter gewinnen.) 

23. II 14
Ich fahre. Brief von Musil. Freut mich und macht mich traurig, denn ich habe nichts.
(Tagebücher)




(Die Verwandlung (nichts!) hatte Musil sehr gut gefallen, aber...)


Verehrter Herr Doktor!

In dieser Sache geschieht mir Unrecht und gewiß auch Ihnen. Die Geschichte wurde geprüft, lag genug lange in der Redaktion, um in jeder Hinsicht, auch auf die Länge hin, geprüft werden zu können und wurde schließlich bedingungslos angenommen oder vielmehr nur unter der einen von mir überreichlich erfüllten Bedingung, daß man mit der Veröffentlichung längere Zeit warten dürfe. Und jetzt nachdem auch seit dieser Annahme Monate vergangen sind, verlangt man, ich solle die Geschichte um 1/3 kürzen. Das ist unwürdig gehandelt.

Praga, 6.2.1914
Mio caro Max!

Sono a casa con il mal di denti e il mal di testa.
[...]
Non avresti dovuto dare a Musil il mio indirizzo. Cosa vuole? Cosa può volere - lui e comunque chiunque altro - da me? E cosa può avere da me?
Ecco, ora ritorno al mio mal di denti.
[...]

Franz
(da una lettera a Max Brod)

(Robert Musil, che allora era redattore della Neue Rundschau, voleva avere Kafka come collaboratore.) 

23.2.14
Parto. Lettera di Musil. Mi fa piacere e mi rende triste, perché non ho niente.
(Diari)

(A Musil era molto piaciuta La metamorfosi (niente!), ma...)

Egregio Signor Dottore!

In questa cosa si fa torto a me e sicuramente anche a Lei. La storia è stata esaminata, è rimasta abbastanza a lungo in redazione per poter essere esaminata in ogni aspetto, anche quanto a lunghezza, e alla fine è stata accettata senza condizioni o, piuttosto, solo a condizione, da me oltremodo soddisfatta, che si dovesse aspettare più a lungo per la pubblicazione. E ora, dopo che anche da questa approvazione sono passati dei mesi, si pretende che io debba accorciare la storia di 1/3. È un trattamento indegno.

martedì 19 luglio 2011

Che polli che siamo

Prag, 10 VII 14

Liebe Ottla nur paar Worte in Eile vor dem Versuch zu schlafen, der in der gestrigen Nacht gänzlich mißlungen ist. Du hast mir, denke nur, mit Deiner Karte einen verzweifelten Morgen in Augenblicken erträglich gemacht. Das ist das wahre Reiben und so wollen wir es bei Gelegenheit weiter üben, wenn es Dir recht ist. Nein, ich habe niemanden sonst am abend. Von Berlin schreibe ich Dir natürlich, jetzt läßt sich weder über die Sache noch über mich etwas Bestimmtes sagen. Ich schreibe anders als ich rede, ich rede anders als ich denke, ich denke anders als ich denken soll und so geht es weiter bis ins tiefste Dunkel.

Franz

Grüße alle! Den Brief mußt Du weder zeigen, noch herumliegen lassen. Am besten Du zerreißt ihn und streust ihn in kleinen Stücken von der Pawlatsche den Hühnern im Hof, vor denen ich keine Geheimnisse habe.

Franz e Ottla a Zürau


Praga, 10.7.14

Cara Ottla solo un paio di parole di fretta prima del tentativo di dormire, che la scorsa notte è totalmente fallito. Con la tua cartolina penso che in un attimo mi hai reso sopportabile una mattina disperata. Questo è il vero scontro e così alla prima occasione bisognerebbe che ci esercitassimo ancora, se per te va bene. No, non ho nessuno da me la sera. Da Berlino ovviamente ti scriverò, ora non riesco a dire qualcosa di preciso né sulla cosa né su di me. Scrivo diversamente da come parlo, parlo diversamente da come penso, penso diversamente da come dovrei pensare e così via fino all'oscurità più profonda.

Franz

Saluti a tutti! La lettera non la devi né mostrare né lasciare in giro. Sarebbe meglio che tu la strappassi  e che ne gettassi i pezzetti dal balcone ai polli giù in cortile: per loro non ho segreti.

La cosa è lo scioglimento del fidanzamento con Felice Bauer.
Pawlatsche è termine ceco trasposto in tedesco. Si trova anche in Lettera al padre. Secondo un'etimologia popolare, deriverebbe da parvula loggia.